02.02.2018
Klassiker der Luftfahrt

Dornier Museum FriedrichshafenWissenschaftlicher Beirat für Landshut-Ausstellung ist berufen

Die Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt hat einen siebenköpfigen wissenschaftlichen Beirat berufen, der die Erarbeitung und Umsetzung des Ausstellungkonzepts einschließlich der Remontage und Restaurierung der ehemaligen Lufthansa-Maschine „Landshut“ begleiten wird, die im Dornier Museum in Friedrichshafen gezeigt werden soll.

Landshut_Ankunft_Dornier_Museum

Die "Landshut" bei ihrer Ankunft in Friedrichshafen. Foto und Copyright: Dornier Museum Friedrichshafen  

 

IN DIESEM ARTIKEL

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die das Projekt maßgeblich unterstützt, begrüßt die Berufung des begleitenden Gremiums: „Mit diesem renommiert besetzten Beirat ist nun der Weg für ein wissenschaftlich fundiertes Ausstellungskonzept zur Präsentation der „Landshut“ geebnet. Als authentisches Zeugnis der Geschichte erinnert uns die „Landshut“ eindringlich an die Unmenschlichkeit des RAF-Terrorismus, der die Bundesrepublik wiederholt vor die bittere Entscheidung zwischen staatlicher Handlungsfähigkeit und dem Leben der Entführten gestellt hat. Im Gedenken an die Opfer dieses brutalen Deutschen Herbstes 1977 unterstützt der Bund die Rekonstruktion und Ausstellung der „Landshut“ in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext, um gerade auch jungen Menschen eine Auseinandersetzung mit dem RAF-Terrorismus zu ermöglichen.“

Die Mitglieder sind

Landshut_Personen_Ankunft

Begrüßung der „Landshut“ bei der Ankunft am 23. September 2017 durch die Zeitzeugen Gabriele von Lutzau (Stewardess), Diana Müll (Geisel), Jürgen Vietor (Co-Pilot) und Museumsdirektor David Dornier (v.r.n.l.) Foto und Copyright: Dornier Museum Friedrichshafen  

 

Prof. Dr. Johannes Hürter vom Münchner Institut für Zeitgeschichte (IfZ). Er leitet dort u.a. das Forschungsprojekt "Demokratischer Staat und terroristische Herausforderung. Die Anti-Terrorismus-Politik der 1970er und 1980er Jahre in Westeuropa."

Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger ist Ausstellungs- und Sammlungsleiterin sowie stellvertretende Direktorin im Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Im Jahr 2013 war sie dort Projektleiterin der Ausstellung „RAF. Terror im Südwesten“. 

Dr. Butz Peters ist Rechtsanwalt, Moderator, Journalist und Autor. Mit seinen Büchern zur Rote Armee Fraktion gehört er zu den meistgelesenen Autoren zum Thema linksterroristische Gewalt in Deutschland. Von 1998 bis 2001 moderierte er die TV-Sendung „Aktenzeichen xy … ungelöst“. 

Dr. Dietmar Preißler ist Sammlungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Neben der Verfassungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland zählt die Auseinandersetzung mit dem RAF-Terrorismus zu den inhaltlichen Schwerpunkten seiner wissenschaftlichen Tätigkeit.

Dr. Martin Rupps ist Politologe, Journalist und Autor. Nach seiner Promotion über Helmut Schmidt schrieb er mehrere Bücher über das Wirken des Altkanzlers. Seit vielen Jahren befasst er sich mit der Geschichte des „Deutschen Herbst“ und insbesondere der „Landshut“-Entführung. 

Prof. Dr. Petra Terhoeven lehrt europäische Kultur- und Zeitgeschichte an der Universität Göttingen. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist Politische Gewalt und Terrorismus im 20. Jahrhundert. Zum „Deutschen Herbst“ und zur RAF hat sie aktuelle Forschungen publiziert.

Dr. Robert Kluge ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der Ausstellung „Moderne Luftfahrt“ in der Abteilung Luft- und Raumfahrt im Deutschen Museum in München. Er hat über vielfältige Themen der Luft- und Raumfahrt publiziert und ist ausgebildeter Pilot.

Neues Konzept für die Ausstellung

„Ich bin stolz, dass wir mit diesen Beiratsmitgliedern herausragende Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten für die Begleitung der Ausarbeitung des Ausstellungskonzepts und der inhaltlichen und gestalterischen Umsetzung der „Landshut“-Ausstellung gewinnen konnten. Zugleich freue ich mich, dass damit ein erster wichtiger Meilenstein des Projekts erreicht wird, das damit weiter Fahrt aufnimmt“, erklärt David Dornier, Direktor des Dornier Museums.

Der wissenschaftliche Beirat wird sich in den nächsten Wochen zu einer konstituierenden Sitzung treffen und seine Arbeit aufnehmen. Die Erarbeitung und gestalterische Umsetzung der neuen Ausstellung einschließlich der Restaurierung der „Landshut“ wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor sie - möglichst bald - neben dem Dornier Museum Friedrichshafen eröffnet wird.


WEITER ZU SEITE 2: Die Geschichte der "Landshut"

1 | 2 |     
Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
ppr


Weitere interessante Inhalte
Vom Bomber zum Passagierflugzeug Boeing 377 Stratocruiser

17.10.2018 - Nach dem Zweiten Weltkrieg kam wieder Bewegung in die Entwicklung von Passagierflugzeugen, und Boeing konnte dabei aus seinen Erfahrungen mit Langstreckenbombern schöpfen. So entstand die 377 … weiter

Dreistrahler-Erfolg Boeing 727: Vom Bestseller zum Exoten

16.10.2018 - Vor mehr als 50 Jahren startete die Boeing 727 zu ihrem Erstflug. Mit 1832 gebauten Exemplaren war sie damals der erfolgreichste Airliner aller Zeiten. Heute ist sie nur noch selten auf den Flughäfen … weiter

Boeing 314 Atlantik-Königin

10.10.2018 - Vor dem Zweiten Weltkrieg verbreiteten Boeings Flugboote Glamour und Luxus auf den sehr exklusiven Linienflügen über den Atlantik. Der Krieg verhinderte die zivile Karriere der Boeing 314 Clipper. … weiter

Fotodokumente Forschungsflugzeuge der NACA und NASA

09.10.2018 - Die amerikanische NASA, die 1958 aus dem National Advisory Committee on Aeronautics (NACA) hervorging, ist einer der größten Wegbereiter für die Luft- und Raumfahrt. … weiter

Dornier Museum Friedrichshafen Landshut-Projektteam nimmt Arbeit auf

20.09.2018 - Die beiden ersten Mitarbeiter des Projektteams, das in den kommenden Jahren für die Erstellung und Umsetzung der Ausstellung rund um die „Landshut“ verantwortlich sein wird, haben am 18. September … weiter


Klassiker der Luftfahrt 08/2018

Klassiker der Luftfahrt
08/2018
08.10.2018

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Mit den Bullen nach Duxford
- Jagszweisitzer Junkers J 48
- Museum Villingen-Schwenningen
- Erster Weltkrieg: Kampfzweisitzer aus Hannover
- Luftwaffe 1939: Die große Stuka-Katastrophe