26.03.2018
Klassiker der Luftfahrt

Die Deutsche LuftfahrtsammlungVerlorene Schätze

Die 1936 eröffnete Deutsche Luftfahrtsammlung (DLS) in Berlin überdauerte nicht einmal zehn Jahre. Ihr Untergang im Bombenhagel machte sie zum Mythos. Lange verschollene Fotos erlauben noch einmal einen Blick in das einst größte Luftfahrtmuseum der Welt.

In Berlin-Tiergarten erinnert heute nichts mehr daran, dass sich hier, an der Straße Alt-Moabit, einst die Deutsche Luftfahrtmuseum, das größte Luftfahrtmuseum der Welt, stand. Nur noch Fotos, die zum Teil erst in der jüngeren Vergangenheit wieder auftauchten, erlauben uns einen Blick in das seinerzeit größte Luftfahrtmuseum der Welt.

Am 20. Juni 1936 wurde die Ausstellung nach zweijähriger Vorbereitung eröffnet. Das Ausstellungsgelände mit dem charakteristischen Kuppeldach des Hauptgebäudes ar bereits 1879 als erster zentraler Ausstellungsort Berlins entstanden. Zur Eröffnung präsentierte die Sammlung zirka 80 Flugzeuge, die in der Folgezeit schnell durch weitere ergänzt wurden. Sie spannten einen Bogen von den Anfängen der Luftfahrt bis zu damals aktuellen Flugzeugkonstruktionen.

Bei Bombenangriffen auf Berlin im November 1943 wurde die Sammlung bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Daraufhin wurden 24 der wertvollsten Flugzeuge und die Motorensammlung nach Czarnikau, dem heutigen polnischen Charnkow, gebracht. In der Rückschau war die Auslagerung und spätere Übernahme der Sammlungsstücke durch polnische Truppen ein Glücksfall. Im Gegensatz zu den in Berlin verbliebenen Flugzeugen entgingen sie so der Zerstörung. Sie gelangten in den 60er Jahren zum polnischen Museum für Luft- und Raumfahrt in Krakau.

In unserer Foto-Retrospektive zur Deutschen Luftfahrtsammlung (DLS) in Berlin zeigen wir Bilder, die zum Teil noch nie zu sehen waren, bevor sie in Klassiker der Luftfahrt veröffentlicht wurden. Sie bieten faszinierende Einblicke in die Vielfalt des seinerzeit größten Luftfahrtmuseums der Welt.



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