16.10.2013
Klassiker der Luftfahrt

Ex Feuerleit- und VerbindungsflugzeugNord 3400 erhält Platz im Museum

Das Musee Regional De L´Air Angers stockt seine Sammlung um eine Nord 3400 Norbarbe auf. Den zweisitzigen Hochdecker entwickelte Nord in den 50er Jahren für die französischen Heeresflieger.

Nord 3400 Feuerleitflugzeug

Die Nord 3400 Norbarbe flog bei den französischen Heeresfliegern unter anderem als Feuerleitflugzeug. Auffällig ist bei dieser Version die extrem lange Funkantenne. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

Seit einigen Monaten schon restauriert das Musee Regional De L´Air im westfranzösischen Angers die selten gewordene Nord 3400 Norbarbe. Sie diente früher den französischen Heeresfliegern als Verbindungs- und Feuerleitflugzeug. Nord brachte den Prototypen erstmal am 20 Januar 1958 in die Luft. In den folgenden drei Jahren lieferte der Hersteller 150 Exemplare an die Aviation Légère de l´Armée de Terre, kurz ALAT.

Nord 3400 im Flug

Eine Nord 3400 im Einsatz. Heute erledigen vor allem Hubschrauber die Aufgaben der ALAT. Foto und Copyright: KL-Dokumentation  

 

Angetrieben wurde die Nord 3400 von einem Potez 4D-34, einem Vierzylinder-Reihenmotor mit 260 PS Leistung. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 235 km/h, die Dienstgipfelhöhe 5800 m. Mit rund 1000 Kilometern Reichweite hatte der Hochdecker einen recht großen Aktionradius für seine Aufgaben als Verbindungs- und Feuerleitflugzeug.

Nord 3400 Transport Sabonnéres

Per Anhänger wurde die Nord 3400 vor einigen Monaten von Sabonnères zum Musee Regional De L´Air in Angers gebracht. Foto und Copyright: Darolles/Janssonne  

 

Bei der Nord 3400 Norbarbe des Museums handelt es sich um die Werknummer 78. Sie war nach ihrer ALAT-Dienstzeit in Sarbonnères beheimatet und flog bei einem Club. Dort wurde vor längerem eine Grundüberholung begonnen,aber nicht zuende geführt. Das Luftfahrtmuseum in Angers will das Flugzeug nun wieder flugfertig restaurieren.



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