15.07.2016
Erschienen in: 03/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Patriots-Point-Museum in CharlestonDie Zeitmaschine: Museums-Flugzeugträger USS „Yorktown”

Seit mehr als 40 Jahren ist die „Yorktown“ das Markenzeichen der Hafengegend von Charleston. Der Flugzeugträger bietet vielfältige Besichtigungsbereiche sowie zahlreiche Flugzeuge und Hubschrauber.

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Zahnarztbesuch einmal anders: Wer auf diesem Stuhl Platz nimmt, braucht keine Angst zu haben, denn der Schiffszahnarzt der USS „Yorktown“ ist seit vielen Jahren im Ruhestand. Trotzdem kann man sich setzen und einen Hauch vergangener Zeiten spüren. Nicht nur dieser Raum vermittelt einen guten Eindruck vom damaligen Leben an Bord des amerikanischen Flugzeugträgers der Essex-Klasse. Mehrere selbst geführte Touren ermöglichen Einblicke, wie sie kaum ein anderer Museumsträger bietet. Neben den obligatorischen Sektionen wie Bücke, Staffel-Besprechungsraum und Flugüberwachung hat der Besucher auch Zugang zu Unterkünften, Speisesaal, Fleischerei, Krankenstation, Kombüse und vielen anderen Bereichen des rund 270 Meter langen Schiffes, das früher Heimat für knapp 3400 Besatzungsmitglieder war. Für Jugendgruppen gibt es sogar die Möglichkeit, in den originalen Besatzungskojen zu übernachten. Besonders eindrucksvoll ist auch der Maschinenraum mit den gigantischen Westinghouse-Dampfturbinen. Auf den Rundgängen befinden sich zahlreiche Ausstellungsstücke und Schautafeln, unter anderem zur Geschichte der CV-10 „Yorktown“ und ihrer Schwesterschiffe. Damit ist der Carrier der Star des Patriots Point Naval and Maritime Museum in Mount Pleasant bei Charleston.

Der Bau des Trägers begann im Jahr 1941. Noch vor der Fertigstellung bekam die CV-10 zu Ehren der bei Midway versenkten CV-5 „Yorktown“ deren Namen und ging am 15. April 1943 in Dienst. Im Sommer desselben Jahres erfolgten die ersten Einsätze gegen japanische Streitkräfte im Pazifik. Später waren die Flugzeuge des Schiffes an der Versenkung des riesigen japanischen Schlachtschiffes „Yamamoto“ beteiligt. Die „Yorktown“ selbst musste sich einiger Angriffe von japanischen Kamikaze-Flugzeugen erwehren. Letztere Ereignisse werden heute im Hangardeck in einer Multimediaschau bewegend dargestellt.


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