24.05.2017
Erschienen in: 05/ 2011 Klassiker der Luftfahrt

Europas größtes LuftfahrtmuseumMusée de l'Air et de l'Espace

Das Musée de l’Air et de l’Espace in Paris ist eine Ikone in der Museumslandschaft. Kein anderes europäisches Museum bietet einen so umfangreichen Blick auf die Entwicklung der Luft- und Raumfahrt.

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Der Standort dieses Museums könnte kaum besser gewählt sein: der Flughafen Le Bourget im Norden von Paris. Jener Ort, an dem Charles Lindbergh am 21. Mai 1927 nach seinem epochalen Atlantikflug von zehntausenden begeisterten Menschen empfangen wurde. Der historische Platz hat seine Bedeutung für Paris längst an den nur wenige Kilometer entfernten Großflughafen Charles de Gaulle abgetreten. Für luftfahrthistorisch Interessierte ist er aber wegen des Musée de l’Air et de l’Espace eines der lohnendsten Ziele in Europa.

Bereits 1919 gegründet, ist das Musée de l’Air et de l’Espace das wohl weltweit älteste Luftfahrtmuseum. Rund 300 Flugzeuge aus der Zeit von den Anfängen der Luftfahrt bis praktisch in die Gegenwart gehören zum Museumsbestand. Die meisten davon werden gezeigt. Einzigartig ist die umfangreiche Ausstellung von Flugapparaten bis 1914. Levasseur Antoinette, Santos Dumont Demoiselle, Wright Doppeldecker oder das geradezu skurril wirkende Wasserflugzeug Fabre Hydravion: Viele große Namen der Frühzeit der Luftfahrt sind hier versammelt. An vielen Exponaten lässt sich sehr schön erkennen, wie die Pioniere jener Zeit mit zum Teil kühnen Ideen extrem leichte Fluggeräte verwirklichten.

Die sprunghafte Entwicklung der Flugtechnik im Ersten Weltkrieg macht die große Abteilung der Flugzeuge bis 1918 deutlich. Wer aufmerksam durch die Ausstellung geht, erkennt schnell, wie filigrane, langsame Doppeldecker in rasant kurzer Zeit zu recht agilen Kampfflugzeugen weiterentwickelt wurden. Nieuport, Spad, Sopwith Camel und andere zeigen diesen Fortschritt sehr deutlich. Die Fokker D.VII und die Junkers J.9, die als freitragender Metall-Tiefdecker als Vorbote einer neuen Ära der Flugzeugbautechnik steht, markieren die Höhepunkte dieser Epoche.

In teilweise provisorischen Hallen hinter dem Hauptgebäude wird die flugtechnische Entwicklung der 30er und 40er Jahre gezeigt. Für Besucher aus Deutschland sind sicher die ausgestellte Focke-Wulf Fw 190 oder auch der „Volksjäger“ Heinkel He 162 Höhepunkte in dieser Abteilung.


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