28.04.2016
Klassiker der Luftfahrt

Luftfahrttechnisches Museum RechlinMesserschmitt Bf 109 offiziell übergeben

Am 21. März war es soweit. Die Messerschmitt Bf 109, das neueste Ausstellungsstück des Luftfahrttechnischen Museum in Rechlin, wurde übergeben. Der Sammlungsleiter des MHM Gatow nahm den Aufbau des Jägers persönlich ab.

Der März war besonders für die Mitarbeiter des Museum in Rechlin. Der Sammlungsleiter des Militärhistorischen Museums (MHM) Gatow besuchte zur offiziellen Leihübergabe der Messerschmitt Bf 109, das Luftfahrttechnische Museum in Rechlin. In Gesprächen mit der Museumsleitung unterstrich Oberstleutnant Leonhardt die gute Zusammenarbeit. Weiterhin würdigte er die Anstrengungen des Museums und der Gemeinde bei der Sanierung und Erweiterung des Areals der ehemaligen Erprobungsstelle. Die inhaltliche Ausrichtung und die Würdigung der Menschen hob er dabei besonders hervor. 

Spanierin in deutschem Kleid

Die neuste Exponat wurde in mehreren Teilen auf dem LKW nach Rechlin gebracht und vor Ort montiert. Eine Gruppe von freiwilligen Helfern war mehrere Tage damit beschäftigt die Messerschmitt zusammen zu bauen und auf die eigens angefertigten Stützen zu stellen.

Nun "fliegt" der Jäger in 1,50 Meter höhe über die Köpfe der Besucher des Museums. Aufgestellt wurde sie im Kommunikationssaal der Einrichtung. Dieser wird häufig für Vorträge genutzt und die 109 bietet somit einen eindrucksvollen Rahmen solcher Veranstaltungen. Bonus für den Besucher: Er kann den Jäger hautnah erleben und ist nicht durch Absperrungen von ihm getrennt. 

Bei dem Neuzugang handelt es sich um die Bf 109, die in den letzten Jahren im MHM Gatow stand. Ein Lizenzbau der Bf 109 G2 vom Hersteller Hispano Aviación S.A. (CASA). Die im Jahr 1950 produzierte Maschine flog im Dienst der spanischen Luftwaffe bis 1968. Nach ihrer Ausmusterung erhielt sie zunächst anlässlich des 50. Richthofen-Treffens des JG 71 "Richthofen" die Farbgebung des Gruppenkommandeurs vom Jagdgeschwader 2. So wurde sie später auch dem Luftwaffenmuseum Uetersen übergeben. Hier erfolgte der Motorumbau auf einen Daimler-Benz DB 605 sowie die äußere Anpassung an das Aussehen der damaligen Bf-109-G2 aus deutscher Produktion. Im November 1995 erfolgte mit dem Umzug des Luftwaffenmuseums nach Berlin-Gatow eine abermalige Umlackierung in tropischen Tarnfarben und Kennzeichnung (Dreifach-Winkel und Gelbe 4) des Gruppenkommandeurs Major Gustav Rödel des II./JG 27, welche er bis 1943 in Nordafrika und Italien flog.



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