09.10.2013
Klassiker der Luftfahrt

Leihgabe des Deutschen MuseumsHF-24 Marut kommt nach Wernigerode

Das Luftfahrtmuseum Wernigerode erhält als Leihgabe die HF-24 Marut vom Deutschen Museum. Im November 2013 soll der von einem Team unter Kurt Tank in Indien entwickelte Jet in dem Museum im Harz eintreffen.

HF-24 Marut in Schleißheim

Die Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums gibt ihre HAL HF-24 Marut für einen längeren Zeitraum als Leihgabe an das Luftfahrtmuseum Wernigerode. Foto und Copyright: Deutsches Museum  

 

Spezialisten der Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums sollen den zweistrahligen Jet ab dem 11. November in Wernigerode montieren. Schon den Aufbau können die Besucher miterleben. Die HF-24 Mk. 1 Marut (deutsch: Windspiel) aus Schleißheim soll eines von nur noch drei komplett erhaltenen Exemplaren dieses Typs sein. Wie lange das Flugzeug in Wernigerode zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Es sei bisher keine Leihfrist vereinbart worden, erklärte dazu Museumschefin Madeleine Aulich. Es dürfte sich jedoch um einen längeren Zeitraum handeln.

HF-24 Marut Doppelsitzer

Eine Doppelsitzer-Version der HF-24 Marut. Zum Öffnen wurde die Kabinenhaube weit nach hinten geschoben. Foto und Copyright: HAL  

 

Ein deutsch-indisches Team unter der Leitung des ehemaligen Focke-Wulf-Direktors Kurt Tank hatte den ursprünglich für Mach 2 ausgelegten Jagdbomber ab 1956 bei Hindustan Aeronautics (HAL) entwickelt. Der Prototyp flog erstmals 1961. Mit ihren zu schwachen Bristol-Orpheus-Triebwerken konnte die HF-24 Marut die Mach-2-Hürde nicht nehmen. Doch erreichte sie immerhin Mach 1.2. Für die indische Luftfahrtindustrie war dieser Jet ein echter Meilenstein. Gleichzeitig ist sie eines von mehreren Beispielen für die Nachkriegsaktivitäten deutscher Konstrukteure im Ausland. Insgesamt baute HAL fast 130 HF-24 Marut für die indische Luftwaffe. Erst Mitte der 80er Jahre wurden die letzten außer Dienst gestellt.



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