05.11.2016
Klassiker der Luftfahrt

Schlachtrösser im RuhestandFliegende Klassiker im War Eagles Air Museum

Neben berühmten Warbirds wie Mustang, Avenger oder Warhawk bietet das hierzulande kaum bekannte War Eagles Air Museum in New Mexico auch Exoten wie eine Tupolew Tu-2.

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Eine derart große Zahl von Warbirds in hervorragendem Zustand erwartet man eigentlich in Kalifornien oder Florida, aber nicht wenige Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt in New Mexico. Und doch findet sich am Dona Ana County Airport bei Santa Teresa das War Eagles Air Museum, welches das texanische Ehepaar John und Betty MacGuire im Jahr 1989 gegründet hatte, um ihre Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die weniger als eine halbe Stunde Fahrt von El Paso, Texas, entfernt gelegene Einrichtung will Flugzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Koreakriegs erhalten.

Ein Großteil der Sammlung, nämlich 22 Flugzeuge, ist flugfähig. Darunter befindet sich auch „The Friendly Ghost“, eine North American TF-51D Mustang, einer der wenigen originalen Trainer und laut Museum der einzige flugfähige. Er flog ab 1958 für die Luftstreitkräfte Nicaraguas, bis ihn Cavalier überarbeitete und 1968 an die Luftstreitkräfte von Indonesien übergab. Die Mustang kam schließlich 1979 in den Besitz von John MacGuire, der den Exoten nach der Restaurierung als „N51TF“ registrierte und heute in den Farben der Texas Air National Guard zeigt. Das Museum verfügt auch über eine einsitzige P-51D.

Museumsgründer MacGuire begann schon früh mit dem Sammeln von Warbirds. So erwarb er die Vought F4U-4 Corsair, die während des Koreakriegs auf dem Flugzeugträger USS „Valley Forge“ diente, im Jahr 1980. Etwas später kam die Hawker Sea Fury nach New Mexico. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Fury, die 1949 an die irakischen Luftstreitkräfte geliefert wurde. In den 70er Jahren kauften mehrere Unternehmer die verbliebenen 24 Exemplare und brachten sie als „Bagdad Furies“ nach Florida. Das Exemplar des Museums ging zunächst nach Australien, bis der Warbird Ende der 80er Jahre in Santa Teresa landete.


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Patrick Hoeveler
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