14.12.2017
Klassiker der Luftfahrt

Trägerstart in der HalleFleet Air Arm Museum in Yeovilton

Das nach Pensacola zweitgrößte Marineflieger-Museum der Welt wartet unter anderem mit einem nachgebauten Flugzeugträgerdeck, einem Prototyp des Überschall-Verkehrsflugzeugs Concorde und vielen seltenen Flugzeugen und Hubschraubern auf.

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Der Boden des Wessex-Hubschraubers hört auf zu vibrieren: Wir sind gelandet. Die Tür öffnet sich, und schon schlagen dem Besucher die typischen Geräusche auf dem Deck eines Flugzeugträgers entgegen. Auf der HMS „Ark Royal“ herrscht Hochbetrieb. Während eine Phantom FG1 mit vollem Nachbrenner das Deck verlässt, befindet sich eine Blackburn Buccaneer bereits im Landeanflug. Die „Carrier“ genannte Ausstellung stellt das Herzstück des Fleet Air Arm Museum beim britischen Marinefliegerstützpunkt Yeovilton im Südwesten Englands dar. Den Planern ist es gut gelungen, die Atmosphäre auf dem letzten, mit konventionellen Flugzeugen ausgerüsteten Flugzeugträger der Royal Navy, der 1978 ausgemusterten „Ark Royal“, wiederzugeben. Sie setzen auf eine Kombination von echten Fluggeräten und Ausrüstungsstücken und riesigen Filmleinwänden. Einen guten Eindruck von den Einsatzabläufen auf dem Träger gibt eine Tour durch das Innere des Schiffs.

Das Mitte der 60er Jahre gegründete Museum besteht heute aus insgesamt vier Hallen, ein Freigelände gibt es nicht. Die erste Halle war bis 2008 der Frühgeschichte der britischen Marineflieger gewidmet. Im Jahr 2010 zeigte sie jedoch eine Sonderausstellung anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Fleet Air Arm“. Die Teilstreitkraft wurde im Jahr 1909 gegründet und betrieb zunächst Luftschiffe. Am 10. Januar 1912 startete schließlich Leutnant Charles Samson mit einer Short S.27 vom Deck der HMS „Africa“, es sollte der erste Flug einer britischen Maschine von einem Schiff der Royal Navy aus werden. Ein Nachbau der S.27 begrüßt den Besucher daher am Eingang der Sammlung. Die Spanne der Exponate in diesem Bereich reicht vom seltenen Doppeldecker Sopwith Pup, einer Fairey Firefly über eine von vier weltweit existierenden Supermarine Walrus bis hin zum letzten Jet der Royal Navy, dem BAE Sea Harrier FA2. Die Hubschrauber in Diensten der Fleet Air Arm (FAA) werden von drei Westland-Mustern vertreten: der Dragonfly und der noch im aktiven Dienst stehenden Lynx und Sea King.


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Patrick Hoeveler


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