06.10.2016
Klassiker der Luftfahrt

Trägerstart in der HalleFleet Air Arm Museum in Yeovilton

Das nach Pensacola zweitgrößte Marineflieger-Museum der Welt wartet unter anderem mit einem nachgebauten Flugzeugträgerdeck, einem Prototyp des Überschall-Verkehrsflugzeugs Concorde und vielen seltenen Flugzeugen und Hubschraubern auf.

IN DIESEM ARTIKEL

Der Boden des Wessex-Hubschraubers hört auf zu vibrieren: Wir sind gelandet. Die Tür öffnet sich, und schon schlagen dem Besucher die typischen Geräusche auf dem Deck eines Flugzeugträgers entgegen. Auf der HMS „Ark Royal“ herrscht Hochbetrieb. Während eine Phantom FG1 mit vollem Nachbrenner das Deck verlässt, befindet sich eine Blackburn Buccaneer bereits im Landeanflug. Die „Carrier“ genannte Ausstellung stellt das Herzstück des Fleet Air Arm Museum beim britischen Marinefliegerstützpunkt Yeovilton im Südwesten Englands dar. Den Planern ist es gut gelungen, die Atmosphäre auf dem letzten, mit konventionellen Flugzeugen ausgerüsteten Flugzeugträger der Royal Navy, der 1978 ausgemusterten „Ark Royal“, wiederzugeben. Sie setzen auf eine Kombination von echten Fluggeräten und Ausrüstungsstücken und riesigen Filmleinwänden. Einen guten Eindruck von den Einsatzabläufen auf dem Träger gibt eine Tour durch das Innere des Schiffs.

Das Mitte der 60er Jahre gegründete Museum besteht heute aus insgesamt vier Hallen, ein Freigelände gibt es nicht. Die erste Halle war bis 2008 der Frühgeschichte der britischen Marineflieger gewidmet. Im Jahr 2010 zeigte sie jedoch eine Sonderausstellung anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Fleet Air Arm“. Die Teilstreitkraft wurde im Jahr 1909 gegründet und betrieb zunächst Luftschiffe. Am 10. Januar 1912 startete schließlich Leutnant Charles Samson mit einer Short S.27 vom Deck der HMS „Africa“, es sollte der erste Flug einer britischen Maschine von einem Schiff der Royal Navy aus werden. Ein Nachbau der S.27 begrüßt den Besucher daher am Eingang der Sammlung. Die Spanne der Exponate in diesem Bereich reicht vom seltenen Doppeldecker Sopwith Pup, einer Fairey Firefly über eine von vier weltweit existierenden Supermarine Walrus bis hin zum letzten Jet der Royal Navy, dem BAE Sea Harrier FA2. Die Hubschrauber in Diensten der Fleet Air Arm (FAA) werden von drei Westland-Mustern vertreten: der Dragonfly und der noch im aktiven Dienst stehenden Lynx und Sea King.


WEITER ZU SEITE 2: Seltene Exponate aus den Zweiten Weltkrieg

1 | 2 | 3 |     
Mehr zum Thema:
Patrick Hoeveler
Jetzt Fan werden! Newsletter abonnieren - Kostenlos direkt in Ihre Mailbox


Weitere interessante Inhalte
Einstieg ins Jetzeitalter Britischer Bestseller: de Havilland Vampire

18.11.2017 - Vor mehr als 70 Jahren startete die Vampire zu ihrem Erstflug. Aufgrund ihrer Einfachheit ermöglichte sie vielen Ländern, in die Jet-Liga aufzusteigen. Mehr als 3300 Exemplare wurden gebaut. … weiter

Spion im Kalten Krieg Martin P4M Mercator

18.11.2017 - Heute fast in Vergessenheit geraten, diente in den 50er Jahren eine Handvoll Martin P4M zur elektronischen Aufklärung. Die Flugzeuge besaßen einen Mischantrieb aus Sternmotoren und Strahlturbinen. … weiter

Regionalflugzeug Fokker F.27 Friendship

18.11.2017 - Vor über 60 Jahren startete die Fokker F.27 zu ihrem Erstflug. Nach kurzer Durststrecke entwickelte sich die als Nachfolger der DC-3 entworfene Friendship zu einem der erfolgreichsten … weiter

Fotodokumente Erfolgsgeschichte Boeing – Die frühen Jahre

17.11.2017 - Viele Menschen auf der ganzen Welt haben schon mal in einer Boeing gesessen und sind mit ihr in den Urlaub geflogen. In diesem Jahr feiert der Flugzeughersteller aus Seattle seinen 100. Geburtstag. … weiter

Die "Parasiten"-Programme der USAF Bomber mit Anhang

17.11.2017 - Aufgrund der Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg wollten die US-Luftstreitkräfte ihre neuen Langstreckenbomber nicht ohne Eskorte fliegen lassen. Was lag da näher, als die Jäger einfach direkt an die … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

Klassiker der Luftfahrt 08/2017

Klassiker der Luftfahrt
08/2017
09.10.2017

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Iljuschin Il-2: Vom See in den Himmel
- Etappenflug mit der Caspar C 32 „Germania“
- Flugboot: Kawanishi H8K „Emily“
- Rundflüge: Aus dem Leben eines Barnstormers
- Gefechtsbericht: Begegnung mit der Do 335.44