17.02.2014
Klassiker der Luftfahrt

Senkrechtstarter Hawker-Siddeley Kestrel FGA.1Harrier-Vorgänger jetzt in Cosford

Das RAF Museum in Cosford hat jetzt eine Hawker-Siddeley Kestrel FGA.1 Kestrel in die Ausstellung aufgenommen. Mit der Vorgängerin der Hawker Harrier wurde der Senkrechtstarterbetrieb unter Einsatzbedingungen erprobt.

Kestrel im RAF Museum Cosford

Die Hawker Siddeley FGA.1 Kestrel wurde für die Ausstellung im RAF Museum Cosford wieder in den Zustand versetzt, in dem sie bei der trinationalen TES flog, zu der auch deutsche Piloten und Techniker gehörten. Foto: RAF Museum Cosford  

 

Die jetzt ausgestellte Kestrel mit der Seriennummer XS695 ist eine von nur neun gebauten FGA.1. Ermuntert von der britischen Regierung hatte Hawker die Entwicklung des Senkrechtstarters zunächst auf eigenes Risiko gestartet. Doch schon bald darauf erhielt das Unternehmen den offiziellen Auftrag für das P.1127 genannte Projekt. Im Februar 1965 startete die Kestrel in Dunsfold zum Erstflug. Das trinationale „Tripartite Evaluation Squadron“ (TES), an dem Großbritannien, die USA und Deutschland beteiligt waren, erhielt acht Kestrel, um sie unter nahezu Einsatzbedingungen zu erproben. Im Jahr 1966 wurde die jetzt in Cosford ausgestellte XS695 Handlingtests unterzogen. Unter anderem war sie damals auf der ILA in Hannover und der Farnborough Airshow dabei.

Nachdem das Flugzeug Anfang der 70er Jahren zum Royal Navy Engineering College in Manadon gekommen war und lange als Trainingsobjekt diente, wurde es im November 2001 per Tieflader zum RAF Museum nach Cosford transportiert und erst einmal eingelagert. Im Herbst 2012 startete die gründliche Restaurierung der XS695. Seit wenigen Wochen ist die Hawker-Siddely FGA.1 Kestrel nun in der Testflugzeugabteilung des Museums zu sehen. Der Eintritt zu dem täglich geöffneten RAF Museum Cosford ist frei.



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