28.11.2017
Erschienen in: 08/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Königliche SammlungDie Luftfahrtabteilung des belgischen Armeemuseums

Über hundert Jahre ist die Sammlung des Armeemuseums in Brüssel nun schon alt. Kein Wunder, dass in der umfangreichen Luftfahrtabteilung viele Schätze auf die Besucher warten.

Allein schon die Architektur des Gebäudesist sehr imposant. Ende des 19. Jahrhunderts begann der Bau des Triumphbogens und der Ausstellungshallen im Jubelpark von Brüssel. Am 28. Juni 1923 eröffnete König Albert I. hier das Königliche Armee- und Militärgeschichtliche Museum, das aus der für die Weltausstellung von 1910 ins Leben gerufene Sammlung von militärgeschichtlichen Gegenständen entstanden war. Dabei hatte der Jubelpark schon vorher Bedeutung für die Luftfahrt: Vor dem Ersten Weltkrieg stiegen hier Ballone auf, und 1910 landeten erste Flugzeuge auf dem Gelände. Da die Kollektion ständig wuchs, gründete man im Jahr 1972 eine eigene Luftfahrtabteilung.

Die Sammlung gibt in erster Linie einen erstaunlich kompletten Überblick über die vom belgischen Militär verwendeten Flugzeuge und Hubschrauber. Aber auch einige Typen anderer Nationen sind vertreten. Im Lauf der Jahrzehnte kam dabei eine einzigartige Ausstellung zustande. Besonders stolz kann das Museum auf seine Exponate aus der Anfangszeit der Fliegerei sein. Da gibt es beispielsweise einen Dreidecker des belgischen Erfinders César Battaille aus dem Jahr 1911, der von einem französischen Piloten erprobt wurde. Von der Nieuport 17 C1 hat nur das in Brüssel zu sehende Originalexemplar überlebt. Der Jäger flog ab 1917 bei der ersten und fünften Staffel der belgischen Streitkräfte. Im Jahr 1973 restaurierte das Militär den Oldtimer auf dem Stützpunkt St. Truiden bei Brüssel. Das Gleiche gilt für die Hanriot-Dupont HD-1, die noch bis 1922 in Dienst stand. Die im Austausch mit dem Musée de l’Air in Le Bourget erworbene Caudron G III steht für die 36 vom belgischen Militär im Sommer 1918 übernommenen Exemplare dieses Typs. Ebenfalls aus Paris kam der Rumpf einer Voisin III.


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Patrick Hoeveler


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