09.08.2017
Erschienen in: 02/ 2013 Klassiker der Luftfahrt

Westbesucher im Wunderland (Teil 2) Geschichte der Industrie in der Kaverne

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An der großen Allee zur Haupthalle sind die wichtigsten chinesischen Jagdflugzeuge aufgereiht. Foto und Copyright: Bernd Langenstein  

 

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Im Anschluss an diese Präsentationen, die sicher nicht frei von Propaganda sind (Bilder von Besuchen der kommunistischen Politprominenz bei den Firmen dürfen nicht fehlen) stehen dann die beiden Flugzeugreihen, die man seit den Anfängen des Museums kennt. Neben den zahlreichen MiG-15-Varianten sind hier die chinesischen Trainingsflugzeuge wie Shenjang JT-1 untergebracht. Daneben gibt es zahlreiche Kolbenmotormuster wie die Tupolew Tu-2S, die Iljuschin Il-10U, eine Polikarpow I-16 „Rata“, eine Curtiss Hawk III (Replica) oder eine P-40 zu sehen. Selbst ein Mosquito-Nachbau (mit einem originalen Flügel) fehlt nicht. Dazu kommt der erste in China entwickelte Transporter C-0101, der auch als Bomber gegen die Japaner genutzt wurde.

Durch die Kontakte mit anderen Museen ist es den Chinesen inzwischen auch gelungen, einige ausländische Muster zu erwerben. Dazu zählen eine von den pakistanischen Luftstreitkräften gespendete F-86 Sabre ebenso wie zwei F-5, ein Starfighter aus Italien, eine MiG-23MS „Flogger“ aus Ägypten oder eine Canberra aus Simbabwe (das Land kaufte K-8-Trainer in China...).

Tritt man am Westende wieder aus der Kaverne findet man eine lange Reihe von Kampfjets. Diese Maschinen, darunter MiG-15, MiG-17 und MiG-21-Varianten sowie die Shenyang J-8 I gehören heute mehr zur Reservesammlung des Museums und sind nicht weiter beschildert. Trotzdem gibt es auch hier Raritäten wie die Nanchang Q-5B mit der Kennung 31124, die als Radarversuchsträger diente.

Die „offizielle“ Aufreihung der Jetfighter steht heute an der etwa 200 Meter langen Allee, die ein großes, aus Granit gemeißeltes Heldendenkmal (mit den Namen der gefallenen Piloten der chinesischen Luftstreitkräfte) mit der Haupt-Ausstellungshalle verbindet. Rund ein Dutzend Varianten von MiG-15, MiG-17, MiG-21 sowie Q-5 und J-8 sind zu sehen. Auf der anderen Seite der Allee, die mit großen propagandistischen Bronzeskulpturen geschmückt ist, stehen die Bomber und Spezialflugzeuge der Luftstreitkräfte. Den Anfang macht die Tu-2, gefolgt von der HG-5 (einer Störerversion der Il-28), der B-5 (Il-28), dem Frühwarnflugzeug KJ-1 (basierende auf der Tu-4), der Tupolew Tu-4 (basierend auf dem Boeing B-29-Bomber) und schließlich der Xian H-6A (alias Tupolew Tu-16). Die Flugboote Be-6 und SH-5 sind hier ebenfalls aufgestellt.


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Bernd Langenstein


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