06.05.2011
Klassiker der Luftfahrt

Kyritz feiert 100 Jahre Agrarflug

Am Flugplatz Kyritz wird mit einem großen Flugtag am 21. und 22. Mai die Patentanmeldung zur Flugzeugnutzung für landwirtschaftliche Zwecke vor 100 Jahren gefeiert.

 

Im März 1911 habe ein "Oberförster Alfred Zimmermann" ein Patent zur Vernichtung von Waldschädlingen "durch Besprengen der Bäume von oben und zwar unter Verwendung eines Luftfahrzeuges" angemeldet, teilte der Förderverein Agrarflug in Kyritz mit. Zimmermann habe damit vor 100 Jahren die Grundlagen für den Agrarflug gelegt.

Der Verein wolle die Geschichte des Agrarflugs dokumentieren und in Kyritz ein Museum zu diesem Thema aufbauen. In der DDR spielte der fliegerisch herausfordernde Agrarflug mit polnischen und tschechoslowakischen Sprühflugzeugen eine wichtige Rolle. Damals war Kyritz, unweit des sowjetischen Fliegerhorstes Neuruppin gelegen, einer der größten DDR-Agrarflugplätze und wichtiger Werftstandort. Er wurde von einer eigenen Interflug-Tochter für Agrarflug betrieben. Gegen Fluchtversuche über die innerdeutsche Grenze wurden die Flugzeuge seinerzeit unter anderem mit Sperrhebeln im Cockpit gesichert. Trotzdem gelangen Grenzübertritte mit Agrarflugzeugen.

Vom 20. bis 22. Mai werde die Hansestadt Kyritz das Agrarflugjubiläum mit einem Flugtag feiern. Dabei finde am 21. und 22. Mai das eigentliche Fest auf dem heutigen Verkehrslandeplatz EDBK an der Bundestraße 5 statt. Der Eintritt koste 4 Euro.

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SST
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