03.08.2017
Klassiker der Luftfahrt

Mit Wespentaille zum Erfolg (Teil 4) Flugleistungen erheblich verbessert

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Hier ist der nach der aerodynamischen Flächenregel gestaltete Rumpf der Serienversion der Convair F-102 Delta Dagger gut zu erkennen. Foto: KL-Dokumentation  

 

Convair arbeitete schließlich mit Hochdruck an den nötigen Modifikationen. Nur 117 Tage später rollte die erste „neue“ F-102 aus der Halle. Der verlängerte Rumpf ähnelte von der Form her einer Cola-Flasche. Die aerodynamisch notwendigen Ausbuchtungen am Heck führten inoffiziell zum Namen „Marylin“, zu Ehren der Schauspielerin Marylin Monroe. Bei der Gelegenheit hatten die Ingenieure auch gleich eine neue Cockpitverkleidung eingeführt.

Am 20. Dezember 1954 war es so weit: Die erste von vier YF-102A (53-1787) hob von der Piste ab. Schon beim zweiten Flug erreichte sie ohne Probleme die Geschwindigkeit von Mach 1.2. Im Inneren hatte das Feuerleitsystem E-10 das einfachere, in der Northrop F-89H Scorpion verwendete E-9 ersetzt. Das System mit der Serienbezeichnung MG-10 führte das Flugzeug mit einer Kopplung zum Autopiloten automatisch an das abzufangende Ziel heran. Die Bewaffnung, bestehend aus insgesamt sechs Raketen Hughes-AIM-4 Falcon, fand in drei Waffenschächten hintereinander im unteren Rumpf Platz.
Die erste Serienmaschine (53-1791) startete am 24. Juni 1955, aber noch ohne Ausrüstung. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, dienten zeitweise bis zu 45 Flugzeuge zu Testzwecken. Die Versuche zeigten, dass weitere Änderungen notwendig waren. Die 23. gebaute Maschine besaß ein um 87 cm auf 3,51 m vergrößertes Leitwerk für eine bessere Seitenstabilität (wurde Standard ab der 66. Maschine). Die Designer führten im Oktober 1957 eine Tragfläche mit nach unten gezogenen Spitzen ein. Außer dem Seitenruder befanden sich hier mit vier so genannten Elevons alle Steuerflächen.


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Patrick Hoeveler


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