10.12.2013
Klassiker der Luftfahrt

Spitfire LF Mk. VIIIEngland, Australien und Retour

Kürzlich berichtete Klassiker der Luftfahrt online von der Restaurierung einer Supermarine Spitfire bei Hull Aero in Haverfordwest. Gleich nebenan arbeitet Ray Burgess im kleinen Welsh Spitfire Museum an einer weiteren Spitfire mit interessanter Geschichte.

Spitfire Mk VIII Restaurierung

Die Restaurierung der Spitfire LF Mk. VIII ist trotz ihres recht guten Zustands ein Langzeitprojekt.Foto: Jones  

 

Man mag den kleinen Bau am walisischen Flugplatz Haverfordwest kaum als Museum bezeichnen. Vielmehr beherbergt er eine Restaurierungswerkstatt mit Besichtigungsmöglichkeit. Seit 2007 baut hier Ray Burgess mit freiwilligen Helfern eine Spitfire LF Mk. VIII auf und freut sich auf Gespräche mit interessierten Besuchern. Der Jäger hat eine interessante Geschicht. Er wurde Anfang 1944 produziert und kam bald nach der Auslieferung per Schiffsfracht nach Australien. Ins Kampfgeschehen wurde diese Spitfire nie verwickelt. Sie flog nur wenige Stunden, bis die australische Luftwaffe RAAF sie bereits 1946 wieder ausmusterte.

Rolls-Royce Merlin für Spitfire LF Mk. VIII

Die Spitfire war nach ihrer Auslieferung 1944 nur wenig geflogen. Dennoch verlangt ihr Rolls-Royce Merlin nach einer Grundüberholung. Foto: Jones  

 

Irgendwie entging die Spitfire mit der Kennung JG668 der Verschrottung. Erst in den 80er Jahren wurde sie von einem australischen Warbird-Kenner auf einer Farm beim Örtchen Oakey in Queensland, etwa 150 Kilometer westlich von Brisbane. In Australien ging sie durch mehrere Hände, bis sie schließlich 2004 ein Engländer kaufte und sie zurück in ihr Ursprungsland kam. Im Jahr 2007 übernahm schließlich die Pembrokeshire Spitfire Aeroplane Co. den Jäger. Seitdem arbeitet Ray Burgess mit einigen Helfern an dem Flugzeug.

Welsh Spitfire Museum

Mehr Werkstatt als Museum: Das kleine Gebäude des Welsh Spitfire Museums am Flugplatz Haverfordwest. Foto: Jones  

 

Ziel ist, die Spitfire LF Mk. VIII eines Tages wieder in die Luft zu bekommen. Ein Kennzeichen hat die gritische Luftfahrtbehörde CAA bereits erteilt: G-CFGA. Ab dem 18. Mai 2014 kann man die Arbeiten an dem Jäger wieder regelmäßig freitags, samstags und sonntags im kleinen Welsh Spitfire Museum verfolgen.



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