11.03.2016
Klassiker der Luftfahrt

Quaxe feiern GeburtstagStudentenparty

Am ersten Märzwochenende begannen die Quax-Feierlichkeiten zum 10-jährigen Vereinsjubiläum. In festlichem Rahmen wurde vor mehreren hundert geladenen Gästen in Paderborn der aktuelle Neuzugang, eine Bücker 180 „Student“, getauft.

Bevor es soweit war, musste natürlich erst mal einiges vorbereitet werden. Mit vereinten Kräften wurden die beiden Hangars umgeräumt und für die Feierlichkeiten herausgeputzt.

Stargäste an diesem Abend waren nicht nur der Flughafenchef, Landrat oder Vertreter aus Politik und Wirtschaft, sondern die Familien, die in den letzten fast 80 Jahren mit dem „Studenten“ zu tun hatten. Zum 10. Geburtstag haben sich die Quaxe selbst ein besonderes Geschenk gemacht. Es ist ihnen gelungen das letzte flugfähige Exemplar eines Bücker Students zu erwerben.

Die jetzige D-EUTO wurde 1939 mit der Seriennummer 2115 produziert und in der Schweiz als HB-UTO zugelassen. Zwischen 1945 und 1947 flog sie bei der Firma Dornier in Altenrhein am Bodensee mit Schwimmern. Nach einigen weiteren Schweizer Stationen wurde sie 1969 nach Deutschland verkauft und war kurzzeitig als D-EFTO registriert. Obgleich der damals schon historische Tourer lediglich 500 Stunden in der Luft war, entschied der neue Eigentümer, seine Maschine zu konservieren und einzulagern.

Erst kurz vor der Jahrtausendwende begann er mit der Restaurierung der Student. Die Zelle wurde vom Fachbetrieb Eichelsdörfer in Bamberg von Grund auf restauriert und befindet sich jetzt praktisch im Neuzustand. Der ehemalige Besitzer legte bei den Arbeiten großen Wert auf historische Authentizität, was sich heute auf den ersten Blick erkennen lässt.

Während der Feier am 05. März stand der Student im Mittelpunkt des gläsernen Hangars und war die meiste Zeit noch unter weißen Tüchern versteckt. Erst nachdem Vereins-Präsident Peter Sparding das Zeichen gab, enthüllten die Familie des Vorbesitzers und Urenkelin des ersten Besitzers aus der Schweiz die doppelsitzige Maschine.  Um den Restaurator und Vorbesitzer in bleibender Erinnerung zu halten, wurde die Maschine auf dessen Namen „Franz Herrmann“ getauft.

Der Verein plant, den neuen Schatz auf verschiedenen ausgewählten Oldtimer-Veranstaltungen in Deutschland zu präsentieren.  Zunächst werden aber erst einmal alle Systeme gecheckt und die Maschine ordentlich eingeflogen.



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