26.03.2015
Klassiker der Luftfahrt

Newark Air MuseumMonospar kommt voran

Seit 2013 restauriert das Newark Air Museum in der englischen Grafschaft Nottinghamshire eine General Aircraft Monospar ST-12. Jetzt nähern sich die Arbeiten an dem Oldtimer dem Abschluss.

Monospar ST-12 in Newark

Die Monospar ST-12 dürfte bald den Restaurierungshangar des Newark Air Museums verlassen und in der Ausstellung ihren Platz finden. Foto und Copyright: Heeley  

 

Die Restaurierung des seltenen zweimotorigen Tiefdeckers ist ein Projekt durchweg ehrenamtlicher Helfer. Nachdem das Rumpfgerüst und der Flügel strukturell fertiggestellt sind, haben sie zuletzt den Tragflügel bespannt. Das Museum rechnet damit, dass das Flugzeug in noch in diesem Jahr fertig restauriert in die Ausstellung aufgenommen warden kann.

Die Monospar-Familie leichter zweimotoriger Flugzeuge wurde ab 1929 von dem Schweizer Helmut Stieger konstruiert. Er war zugleich der Geschäftsführer der seinerzeit in England gegründeten Entwicklungsfirma Monospar Ltd.. Der Name Monospar kam nicht von ungefähr. Die Tiefdecker zeichneten sich unter anderem durch eine von Stieger entwickelte, damals neue einholmige Flügelbauweise mit geringem Gewicht aus, die zudem den Bau vereinfachte. Die erste Monospar wurde bei Gloster Aircraft gefertigt und getestet. Nach der Erprobung übernahm die neu gegründete General Aircraft Ltd. die Fertigung. Insgesamt wurden knapp 50 Monospar verschiedener Versionen gebaut. Eine ST-10 gewann 1934 das King´s Cup Air Race mit einer Schnittgeschwindigkeit von 216 km/h.

Die Monospar ST-12 des Newark Air Museums trug früher die Kennung VH-UTH. Sie gehörte zu mehreren Flugzeugen, die in den 30er Jahren nach Australien exportiert wurden.



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