01.03.2017
Erschienen in: 02/ 2015 FLUG REVUE

Begleiter für die B-29 (Teil 2) Leistung bleibt hinter den Erwartungen zurück

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Die Flugerprobung der Convair XP-81 fand auf dem Flugplatz Muroc, der späteren Edwards AFB, statt. Foto: KL-Dokumentation  

 

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Nach dem Transport zum Muroc-Flugplatz, der heutigen Edwards Air Force Base, startete der Jäger dort am 7. Februar 1945 zu seinem Erstflug. Die ersten Versuche zeigten bis auf eine unzureichende Seitenstabilität gute Flugeigenschaften. Eine Verlängerung des Seitenleitwerks um rund 38 Zentimeter und eine zusätzliche Stabilisierungsflosse schufen hier Abhilfe. Die zweite XP-81 (Kennung 44-91001) erhielt ab Werk ein höheres und abgerundetes Leitwerk sowie eine Bauchflosse. Trotz des Kolbenmotors erreichte die XP-81 eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0.74 und stieg in sieben Minuten auf eine Flughöhe von 9150 Metern.

Erst einige Monate nach dem Kriegsende war das TG-100 (Serienbezeichnung T31) verfügbar. Am 21. Dezember 1945 flog die XP-81 erstmals mit dem für sie vorgesehenen Antrieb und wurde damit zum ersten Turboprop-Flugzeug der USA. Die Ergebnisse waren allerdings ernüchternd, da die Leistung des General Electric T31 erheblich hinter den Erwartungen zurückblieb. Eigentlich hätten beide Antriebe zusammen die Leistung der Kolbenmotoren eines viermotorigen Bombers aufweisen sollen. Statt der geplanten 1716 Kilowatt kam das  T31 aber nur auf 1231 Kilowatt. Daher war der Jäger gerade einmal 50 km/h schneller als zuvor mit dem Merlin. Die USAAF stornierte die Bestellung über 13 YP-81-Vorserienmaschinen, die mit dem verbesserten J33-GE-5-Jet­trieb-werk anstelle des I-40 ausgestattet werden sollten. Angesichts des Endes des Zweiten Weltkriegs und der zwischenzeitlichen Erfolge der reinen Jets erschien ein Flugzeug mit Mischantrieb nicht mehr als sinnvoll. General Electric baute 28 Exemplare des Triebwerks, es kam auch in der XF2R-1 Dark Shark zum Einsatz. Ryan hatte das Flugzeug auf der Basis der FR-1 Fireball für die US Navy entwickelt. Wie die XP-81 verfügte es über einen Mischantrieb aus dem Turboprop und einem Jet. Auch diesem Muster war  kein Erfolg beschieden, und es blieb bei einem einzelnen Prototyp.

Die geplante Verwendung der beiden XP-81-Prototypen als Versuchsflugzeuge litt unter Problemen aufgrund von Propellervibrationen und Schwierigkeiten mit dem Ölsystem. So endete das Programm nach 69 Flügen und 42 Flugstunden am 9. Mai 1947. Ende der 40er Jahre wurden die Maschinen ausgeschlachtet und als Zielobjekte auf dem weitläufigen Gelände in Edwards abgestellt. Die Überreste kamen später ins Lager des Flight-Test-Museums auf der Edwards AFB. Nun warten sie im Depot des National Museum of the United States Air Force in Dayton, Ohio, auf eine Restaurierung.


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Patrick Hoeveler


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