24.08.2017
Erschienen in: 06/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

MarinefliegerFairey Firefly

Der trägertaugliche Doppelsitzer Fairey Firefly bewährte sich im Zweiten Weltkrieg bei den britischen Marinefliegern vor allem als Aufklärer, Jäger, U-Boot-Jäger, Nachtjäger und Bomber. Er entstand als verbesserter Nachfolger der Fairey Fulmar, aber nutzte statt deren Merlin ein stärkeres Griffon-Triebwerk von Rolls-Royce.

H. E. Chaplin entwarf die Firefly als Antwort der Fairey Aviation Company auf die britische Ausschreibung Naval Spec N.5/40 für einen kombinierten schnellen Aufklärer und Jäger. Der Prototyp Z1826 startete am 22. Dezember 1941 mit C. S. Staniland am Steuer zum Erstflug, keine 18 Monate nach dem Zuschlag für die Entwicklung durch die britische Admiralität. Gegenüber der Fulmar war die aerodynamische Linienführung der Firefly verbessert. Die Flügelform war nun elliptisch. Statt der acht 20-mm-MG ihrer Vorgängerin nutzte das Jagdflugzeug als Bewaffnung vier schwerere Bordkanonen in den Flügeln.

Nach der Erprobung dreier weiterer Prototypen ab März 1942 erging im Frühjahr 1943 der Produktionsauftrag für zunächst 200 Flugzeuge. Trotz ihrer relativ hohen Spitzengeschwindigkeit überzeugte die Firefly, dank ihres aufwändigen Klappensystems, als Trägerflugzeug auch mit gutmütigen Langsamflugeigenschaften. 

Die Serienflugzeuge erhielten bald eine tropfenförmig gestaltete, größere Cockpithaube, um die Sicht nach vorne zu verbessern, einen geänderten Ruderausgleich und metallbeplankte statt stoffbespannter Querruder. Schließlich entstanden bis November 1946 insgesamt 700 Flugzeuge im Werk Hayes und weitere 132 der Serie Mark 1 bei der General Aircraft Company in Hanworth.

Als nächste Version folgte ein Nachtjäger, die F.1A, mit zwei zusätzlichen Radarantennen-Verkleidungen unter den inneren Flügeln. Diese Version wurde durch ein zusätzliches Rumpfsegment vor dem Cockpit verlängert, um die veränderte Schwerpunktlage durch die schwere Ausrüstung des Radarbeobachters im Heck auszugleichen. Nachdem eine günstigere Position für die Radarantenne unter dem Rumpf gefunden worden war, konnte auf die Verlängerung wieder verzichtet werden. 


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Sebastian Steinke
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