13.08.2018
Klassiker der Luftfahrt

Staustrahl-Versuchsflugzeuge aus FrankreichLeduc 010/021/022: Die fliegenden Lötlampen

Auf der Suche nach leistungsstarken Antrieben für Kampfflugzeuge setzten besonders die Ingenieure in Frankreich auf den viel versprechenden Staustrahlantrieb. Ihre Bemühungen führten zu skurrilen Forschungsjets wie die Maschinen von René Leduc.

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Fast abenteuerlich erscheinen heutzutage die Antriebsalternativen, mit denen die Ingenieure nach Kriegsende die damals chronische Untermotorisierung von Kampfflugzeugen beheben wollten. Besonders in Frankreich, wo das Luftfahrtministerium Anfang der 50er Jahre einen schnellen Abfangjäger mit kurzer Reichweite als Verteidigung gegen mögliche Überschallbomber forderte, setzten die Konstrukteure auf den einfachen und leistungsstarken Staustrahlantrieb, auch „Ramjet“ genannt. Die Idee geht auf ein Patent von René Lorin aus dem Jahr 1913 zurück. Bei diesem Prozess strömt die Luft mit hoher Geschwindigkeit in den Einlass eines Rohres und wird dort gestaut. Die kinetische Energie verwandelt sich in Druck. Anschließend wird die Luft zusammen mit Brennstoff verbrannt. Das entstehende Heißgas dehnt sich aus und erzeugt Schub, in dem es nach hinten ausströmt. Der Vorteil dieses Konzepts liegt in seiner Einfachheit, da es nur aus Einlassdüse, Brennkammer und Auslassdüse besteht. Es gibt keine rotierenden Teile. Der Antrieb funktioniert aber nur bei entsprechend hoher Fluggeschwindigkeit und weist einen hohen Treibstoffverbrauch auf.


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Patrick Hoeveler


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