13.06.2014
Klassiker der Luftfahrt

Nachbau einer SE.5AErster-Weltkrieg-Jäger light

Unter dem Dach der italienischen Fondazione Jonathan Collection fliegt ein gelungener Nachbau einer SE.5A. Die leicht verkleinerte Nachbildung des englischen Jägers aus dem Jahr 1916 glänzt mit liebevoll ausgeführten Details.

SE.5A Nachbau Air to Air

Der Nachbau der SE.5A aus dem Ersten Weltkrieg hat ein sehr authentisches Flugbild, obwohl er etwas kleiner als das Original ist. Foto und Copyright: Pericoli  

 

Basis für den Nachbau war ein Amateur-Bauplan der Kanadier Dan McGowan und “Gogi” Goguillot. Sie hatten dafür die SE.5A auf 7/8 der Originalgröße herunterskaliert. Das erste Exemplar flog bereits 1970.

SE.5A Nachbau am Boden

Auch am Boden macht die SE.5A eine gute Figur. Foto und Copyright: Pericoli  

 

Bis heute wurden etwa 120 Sätze der SE.5A-Baupläne verkauft. Viele Nachbauten fliegen bereits, vor allem in den USA, Kanada, England und Neuseeland. Andere sind noch im Bau. Die I-IOIA ist das einzige Exemplar in Italien.

Der Ingenieur Mario Pozzini hatte die Pläne bereits 1984 gekauft. Über einen Zeitraum von 14 Jahren steckte er gut 5500 Stunden Arbeit in den Nachbau, bis er 1999 erstmals in die Luft kam.

SE.5A Nachbau Cockpit

Das Cockpit der SE.5A ist wie beim Original mit einem Lederpolster eingefasst. Foto und Copyright: Pericoli  

 

Als Antrieb dient ein Lycoming-Boxermotor O-290D2B mit 140 PS Startleistung. Das bedeutet reichlich Leistung für den leichten Doppeldecker. Die Konstrukteure des Nachbaus hatten eigentlich die Verwendung von Motoren zwischen 65 PS und 125 PS Leistung vorgesehen.

Seit 2013 fliegt die SE.5A bei der Fondazione Jonathan Collection, die noch weitere Oldtimer und Nachbauten historischer Flugzeuge betreibt.

Sie hat ihre Basis am Flugplatz “Campo d´Aviazione Francesco Baracca” in Nervesa della Battaglia nördlich von Venedig. Für Oldtimerenthusiasten auf Italienurlaub ist der kleine Platz sicher einen Abstecher wert.



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