23.03.2018
Erschienen in: 11/ 2012 FLUG REVUE

Navy-Spezialist für Nacht und NebelIm Trägereinsatz: Grumman A-6 Intruder

Die Grumman A-6 Intruder war das erste Angriffsflugzeug der US Navy, das bei Nacht und schlechtem Wetter Ziele effektiv bekämpfen konnte. Sie kam im Vietnam und im Golfkrieg zum Einsatz.

Sie ist nicht so berühmt wie ihre Jäger-Kolleginnen, und sie sieht auch nicht so spektakulär aus. Trotzdem stand die Grumman A-6 Intruder länger bei den amerikanischen Marinefliegern im Dienst als die meisten anderen Trägerflugzeuge. Ihre Fertigung lief sogar noch drei Jahrzehnte nach dem Erstflug US Navy und US Marine Corps suchten ein trägergestütztes Angriffsflugzeug, das auch bei Nacht und schlechtem Wetter Ziele angreifen konnte. Die Spezifikation TS149 vom Februar 1957 gab eine Höchstgeschwindigkeit von 925 km/h und eine Reichweite von 555 Kilometern vor. Dabei sollte das Muster zweisitzig sein und Kurzstart- und Kurzlandefähigkeiten aufweisen. Anfang 1958 erhielt Grumman als einer von acht Bewerbern den Zuschlag. Das Modell 128 erhielt wenig später die Navy-Bezeichnung A2F-1.

Konstrukteur Lawrence Mead und sein Team hatten zunächst an mehreren Entwürfen mit einem Flügel in M-Form gearbeitet, also nach vorne gepfeilte innere Segmente mit nach hinten gepfeilten Außenflügeln. Die endgültige Auslegung fiel dann doch etwas konventioneller aus und besaß einen nur mäßig gepfeilten Flügel. Die Besatzung saß nebeneinander, wobei der Sitz des Piloten aus Sichtgründen etwas weiter vorne installiert war. Die Schubdüsen der zwei an der Rumpfunterseite angeordneten J52-Triebwerke sollten um 23 Grad nach unten schwenkbar sein, um die Startstrecke zu verkürzen. Herzstück des Projekts war das DIANE-Waffensystem (Digital Integrated Attack Navigation Equipment); es bestand aus einem Suchradar (AN/APQ-92), einem Verfolgungsradar (AN/APQ-112), einem Trägheitsnavigationssystem (AN/ASN-31) und mehreren Computern.


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Patrick Hoeveler


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