17.10.2013
Klassiker der Luftfahrt

Fliegendes Museum GroßenhainTandemflügler Himmelslaus

Eines der ungewöhnlichsten Flugzeuge in der Flotte des Fliegenden Museums Großenhain ist die HM-19C Himmelslaus. Nach 24 Jahren am Boden fliegt sie wieder.

HM-19C Himmelslaus

Nach 24 Jahren fliegt sie wieder. Das Fliegende Museum Großenhain hat diese HM-14 Himmelslaus kürzlich wieder in die Luft gebracht. Foto und Copyright: Zeitler  

 

Schon 1992 hatte Josef Koch die Himmelslaus von einem Schweizer Vorbesitzer für sein Fliegendes Museum erworben. Doch erst 2009 entschied er sich, den Tandemflügler wieder in die Luft zu bringen. Der Urentwurf der Himmelslaus geht auf die 20er Jahre zurück. Henri Mignet entwickelte den Tandemflügler Anfang der 30er Jahre weiter zur HM-14, brachte 1933 ein Buch und Pläne zum Bau und Fliegen des ungewöhnlichen Flugzeugs heraus. Die Himmelslaus, so seine Idee, sollte ein Einfachflugzeug für jedermann werden. Neben dem Tandemflügel sind der Verzicht auf Querruder und die Höhensteuerung über Anstellwinkeländerungen der vorderen Tragfläche Besonderheiten, die dieses Flugzeug so einzigartig machen.

Himmelslaus in Großenhain

Den Namen Himmelslaus trägt sie zu recht: Die HM-19C hat nur 6,60 m Spannweite und ist gerade 4,60 m lang. Foto und Copyright: Zeitler  

 

Die Himmelslaus wurde im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt. Die zweisitzige HM-19C des Fliegenden Museums Großenhain wurde erst 1969 gebaut. Zunächst diente ein Salmson Sternmotor als Antrieb. Später wurde sie mit einem Rolls-Royce O-200 motorisiert und auf ein Dreibeinfahrwerk umgerüstet. Nach einer Notlandung in Marokko wurde sie zwar noch repariert, dann aber noch 1989 stillgelegt. Mitte August kam sie nun nach gründlicher Überholung wieder in Großenhain in die Luft, fast ein Vierteljahhundert nach ihrem letzten Flug.

Mehr zum Thema:
hm
Jetzt Fan werden! Newsletter abonnieren - Kostenlos direkt in Ihre Mailbox


Weitere interessante Inhalte
Vom Postflugzeug zum Bomber Amiot 350

19.11.2017 - Ursprünglich als Postflugzeug entworfen, sollte die Amiot-350-Familie als Bomber für die dringend benötigte Modernisierung der französischen Luftstreitkräfte sorgen. Doch das vielversprechende Muster … weiter

Transportflugzeug Curtiss C-46 Commando – großer Bruder der DC-3

19.11.2017 - Die robuste Curtiss Commando war im Zweiten Weltkrieg der stärkste zweimotorige Transporter der USA, der bei der Zuladung und den Höhenleistungen sogar die Douglas DC-3 beziehungsweise C-47 schlug. … weiter

Einstieg ins Jetzeitalter Britischer Bestseller: de Havilland Vampire

18.11.2017 - Vor mehr als 70 Jahren startete die Vampire zu ihrem Erstflug. Aufgrund ihrer Einfachheit ermöglichte sie vielen Ländern, in die Jet-Liga aufzusteigen. Mehr als 3300 Exemplare wurden gebaut. … weiter

Spion im Kalten Krieg Martin P4M Mercator

18.11.2017 - Heute fast in Vergessenheit geraten, diente in den 50er Jahren eine Handvoll Martin P4M zur elektronischen Aufklärung. Die Flugzeuge besaßen einen Mischantrieb aus Sternmotoren und Strahlturbinen. … weiter

Regionalflugzeug Fokker F.27 Friendship

18.11.2017 - Vor über 60 Jahren startete die Fokker F.27 zu ihrem Erstflug. Nach kurzer Durststrecke entwickelte sich die als Nachfolger der DC-3 entworfene Friendship zu einem der erfolgreichsten … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

Klassiker der Luftfahrt 08/2017

Klassiker der Luftfahrt
08/2017
09.10.2017

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Iljuschin Il-2: Vom See in den Himmel
- Etappenflug mit der Caspar C 32 „Germania“
- Flugboot: Kawanishi H8K „Emily“
- Rundflüge: Aus dem Leben eines Barnstormers
- Gefechtsbericht: Begegnung mit der Do 335.44