23.07.2018
Erschienen in: 06/ 2012 FLUG REVUE

Jagdflugzeug Grumann F6F Hellcat – Die Schützenkönigin der US Navy

Sie war weder außergewöhnlich schnell noch besonders stark bewaffnet und kam recht spät zum Einsatz. Trotzdem wurde die Grumman F6F zum erfolgreichsten Jagdflugzeug der Alliierten auf dem pazifischen Kriegsschauplatz. Vor über 70 Jahren flog die Hellcat zum ersten Mal.

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Wieder einmal brach am 31. August 1943 ein amerikanischer Luftangriff über die japanischen Stellungen auf Minami-Torishima (Marcus Island) herein. Neu waren an diesem Tag jedoch die Jagdflugzeuge, die dabei zum Einsatz kamen: Auf den Flugzeugträgern „Essex“, „Independence“ und „Yorktown“ stationierte Grumman F6F-3 Hellcat, die ihren ersten scharfen Einsatz flogen. Mit Hilfe des gedrungenen Jagdeinsitzers wollten die USA die japanischen Luftstreitkräfte vollends in die Defensive drängen. Niemand ahnte, wie erfolgreich die Hellcat dabei sein würde.
       

Enstehungsgeschichte

Ihre Geschichte hatte bereits im Februar 1938 begonnen, als Grumman an den Designs 33 und 33A arbeitete. Diese waren als Weiterentwicklung der XF4F-2 mit einem stärkeren Motor gedacht. Im März folgten die Arbeiten am Design 35, einem völlig neuen Jagdflugzeug für die Marineflieger. Alle drei Projekte wurden wenig später zu Gunsten der XF4F-3, aus der die F4F Wildcat hervorging, eingestellt.

Dass es dennoch zum Bau der F6F kam, lag am Kriegsbeginn in Europa. Aus den Berichten über die Luftkämpfe jenseits des Atlantiks folgerte Grumman, dass schon bald trägergestützte Jagdflugzeuge mit deutlich besseren Leistungsmerkmalen als denen der Wildcat gefragt sein würden. Während die US Navy diesbezüglich große Hoffnungen auf die Vought F4U setzte, forderte das Bureau of Aeronautics (BuAer) bei Grumman für alle Fälle einen Konkurrenzentwurf an: das Design 50. Ein weiser Entschluss, denn aus Grummans Entwurf sollte der bessere „carrier fighter“ werden.


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Johannes Roller


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