30.10.2014
Klassiker der Luftfahrt

Norsk LuftfartsmuseumFocke Wulf Fw 190 in Bodø

Seit dem vergangenen Jahr schon ist im Norsk Luftfartsmuseum in Bodø eine ausgezeichnet Focke Wulf Fw 190 A-3/U-3 zu sehen. Sie ist eine von nur noch zwei erhaltenen Focke-Wulf-Jägern der A-3-Version und hat eine wahre Restaurierungs-Odysee hinter sich.

Fw 190 A-3/U-3

Die Focke-Wulf Fw 190 A-3/U-3 ist jetzt eines der Top-Exponate des Norsk Luftfartsmuseum in Bodø. Foto und Copyright: Bach  

 

Die Geschichte der "Schwarzen 3" ist bestens dokumentiert. Sie wurde 1942 mit der Werknummer 0132219 in Oschersleben gebaut. Als sie am 5. Oktober 1943 zwischen dem nordnorwegischen Kongsfjord und Berlevag auf einen Berg stürzte, gehörte sie zur 14./JG5 "Eismeerjäger". Der Pilot Hans Günther Kleemann war mit dem Jäger in Petsamo gestartet und hatte in schlechtem Wetter die Orientierung verloren. Als das Benzin zur Neige ging, rettete er sich mit dem Fallschirm. Kleemann kam mit einer leichten Fußverletzung davon, wurde aber später über Italien im Luftkampf mit einer Mustang abgeschossen.

Im Jahr 1984 wurde die Fw 190 A-3/U-3 wiederentdeckt. Das norwegische Streitkräfte-Musuem und das Luftfahrtmuseum in Bodø vereinbarten kurz darauf mit dem Texas Air Museum (TAM) eine Restaurierung im Rahmen eines Tauschgeschäfts. Die Norweger waren mit den TAM-Arbeiten alles andere als zufrieden und eine neue Vereinbarung wurde mit der White 1 Foundation geschlossen. Als das Flugzeug 2009 wieder nach Norwegen kam, war es keineswegs im gewünschten Standard restauriert. Unter anderem fehlten Originalteile. Sie waren offensichtlich in den USA für andere Projekte benutzt und durch teils billige Kopien ersetzt worden. So benötigten die Norweger nochmals einige tausend Arbeitsstunden, um die Fw 190 A-3/U-3 in ihren heutigen sehr schönen Zustand zu bringen. Neben der "Schwarzen 3" in Norwegen gibt es mit der "Gelben 9" des TAM weltweit nur noch eine weitere restaurierte Fw 190 A-3.



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