24.04.2017
Erschienen in: 06/ 2016 Klassiker der Luftfahrt

Freunde des Fieseler StorchErfüllung eines Traums

Als Junge lag er oft auf den Wiesen des Altenrheins und sah den Fieseler Störchen am Himmel Zu. Heute, 60 Jahre später, besitzt sein Verein nicht nur einen Fieseler Storch.

Der Fieseler Storch ist für viele Luftfahrtenthusiasten der Inbegriff des Kurzstartflugzeugs. Die Startrollstrecke ist mit weniger als 50 Metern angegeben, die Landestrecke gerade einmal mit der Hälfte. Diese beiden Leistungsdaten und ihre guten Langsamflugeigenschaften machten die Fi 156 zu einem universell einsetzbaren Beobachtungsflugzeug. Die Mindestfluggeschwindigkeit lag bei unter 50 Kilometern pro Stunde. Bei starkem Gegenwind kann sie deshalb sogar in der Luft stehen oder scheinbar rückwärts­fliegen.

Das verdankt der Schulter­decker mit dem stelzenartigen Fahrgestell (daher der Name „Storch“) seinen starren Vorflügeln, die über die gesamten knapp 15 Meter Spannweite reichen, sowie den Schlitz-Querrudern und den großen Landeklappen. Diese Eigenschaf­ten machten den Fi 156 Storch, der erstmals am 10. Mai 1936 in Kassel mit Gerhard Fieseler am Steuer abhob, zum vermutlich besten STOL-Flugzeug des Zweiten Weltkriegs. Gebaut wurden die Verbindungs­flugzeuge nicht nur in Deutschland, sondern bis 1949 auch in der Tschechoslowakei und in Frankreich. Etwa ein Drittel der gut 2800 gebauten Schulterdecker entstand bei Mo­rane-Saulnier, die Produktion wurde bis 1962 fortgesetzt. Wurden während der deutschen Besatzung Fi 156 als Zwangslizenzen gebaut, mutierte nach Kriegsende der Storch zur „Grille“ (Criquet). 


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