17.01.2017
Klassiker der Luftfahrt

Tri-State-Warbird-MuseumFocke-Wulf 190 in Ohio

Im US-Bundesstaat Ohio sind die Mitarbeiter des Tri-State-Warbird-Museum damit beschäftigt, einen Flug-Werk-Bausatz der Focke-Wulf Fw 190 bis Mitte des Jahres in die Luft zu bringen. Die Maschine trägt die Lackierung des Luftwaffenasses Heinz Bär.

Focke-Wulf Fw 190 Tri-State

Nicht mehr lange und der Flug Werk nachbau wird fliegen. Foto und Copyright: Tri-State-Warbird-Museum  

 

Nach der preisgekrönten Curtiss P-40M wird nun ein weiterer Leckerbissen in den Hallen des Tri-State-Warbird-Museum in Ohio auf seinen Erstflug vorbereitet. Der Flug-Werk-Bausatz des legendären deutschen Jagdflugzeugs Focke-Wulf Fw 190. 

Der Bausatz gehörte ursprünglich dem amerikanischen Geschäftsmann Dr. Thomas Summer und wurde nach über vier Jahren des Aufbaus an das Museum gespendet. Die Mechaniker rund um Museumschef Paul Redlich sind nun damit beschäftigt die letzten Feinarbeiten auszuführen, um den Einsitzer bis Mitte des Jahres endlich in die Luft zu bringen. 

Angetrieben wird das aus Deutschland stammende Flugzeug von einem Pratt & Whitney R-2800 Sternmotor. Diese Lösung hat sich bereits beim Nachbau von Rudy Frasca aus Chino bewährt und es treten keine gravierenden Kühlungsprobleme wie bei der ursprünglich angedachten Ash-82-Motor-Lösung auf und die Ersatzteilversorgung ist einfach.

Neben der Maschine des Museums fliegen noch drei weitere Flug-Werk-Nachbauten in den USA. Eine bei Jerry Yagen an der Ostküste, die genannte Frasca-Maschine in Kalifornien und eine in Deutschland nicht unbekannte Version bei der Erickson Aircraft Collection in Madras/Oregon. Letztere erlitt bei einer Landung im vergangenen Jahr Beschädigungen und wird derzeit wieder repariert. In Deutschland sind noch zwei der Bausätze in flugfähigem Zustand, werden jedoch nicht regelmäßig bewegt. Hierzulande könnte man trotzdem auf den baldigen Flug eines anderen Fw 190-Nachbaus hoffen. Im Hangar II in Paderborn wird ein auf Jurca-Plänen basierender Jäger auf die kommenden Jahre in der Luft vorbereitet. Weitere Nachbauten fliegen in Neuseeland und Australien.

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