29.04.2014
Klassiker der Luftfahrt

Air AtlantiqueDouglas C-47B wird umgebaut

Air Atlantique lässt derzeit ihre DC-3/C-47B (G-ANAF) in Coventry für Passagierflüge umrüsten. Zuletzt hatte der Oldtimer als Testträger für Radargeräte gedient.

DC-3 G-ANAF der Air Atlantique

In Zukunft soll die DC-3/C47B nach ihrem Umbau für Rundflüge eingesetzt werden. Zuletzt war sie als Testflugzeug für Radarsysteme unterwegs gewesen. Foto und Copyright: Geoffrey Jones  

 

Der nun fast abgeschlossene Umbau der Dakota zur Passagierversion erfolgt im Rahmen der turnusmäßigen Überholung des Flugzeugs. Im Zuge der Arbeiten wurde das voluminöse Radom unter dem Rumpf entfernt, das die DC-3 vor Jahren erhalten hatte, um danach für Tests von Radarsystemen der Hersteller Racal und Thales. In dieser Zeit war die Kabine mit umfangreichem Testequipment ausgerüstet worden und an der Rumpfseite war ein zusätzlicher Fahrtwindgenerator angebracht worden, um den erhöhten Strombedarf der Geräte zu sichern. Auch dieser Generator wurde jetzt wieder entfernt.

DC-3 G-ANAF Kabinenumbau

Um ihre Bestuhlung aufnehmen zu können, wurde die DC-3 der Air Atlantique mit speziellen Sitzschienen im Kabinenboden ausgerüstet. Foto und Copyright: Geoffrey Jones  

 

Die G-ANAF war 1944 mit der USAAF-Seriennummer 44-77104 gebaut worden. Vom US-Militär wurde sie beim nahen Kriegsende nicht mehr gebraucht und kam so schon 1945 zur RAF, bei der sie als KP220 flog. Im November wurde sie aus dem RAF-Dienst genommen. Sie entging der Verschrottung und flog ab Juni 1953 mit ihrer heutigen Kennung zunächst für die englische BKS Aerocharter Ltd. Nach einigen Jahren überwiegend im Frachteinsatz kam die G-ANAF zu Air Atlantique,die sie ebenfalls zunächst als Transportflugzeug nutzte bevor sie zum Testflugzeug für Radarsysteme umgerüstet wurde.

Im Rahmen ihres jetzigen Umbaus wurde der Oldtimer mit einem Schienensystem in der Kabine ausgerüstet, das den schnellen Einbau unterschiedlich enger Bestuhlungen ermöglicht. In Zukunft wird sie sehr wahrscheinlich in Newquay in Cornwall stationiert, um von dort aus zu Rundflügen zu starten.



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