06.02.2018
Klassiker der Luftfahrt

Quax VereinDornier Do 27 läuft wieder

Nach 13 Jahren am Boden konnten die Mitglieder des Quax-Vereins am 3. Februar erstmals wieder den Motor ihrer Dornier Do 27 zünden. Diesem großen Tag waren fünf Jahre intensiver Restaurierung vorausgegangen.

Dornier Do 27_Quax_Motorenlauf

Am 3. Februar 2018 wurde der Motor der Quax-Do erstmals gezündet. Foto und Copyright: Mirko Krogmeier  

 

Die Mitglieder von Deutschlands größtem Oldtimer-Flugzeug-Verein erreichten am 3. Februar einen weiteren Meilenstein bei der Restaurierung ihrer Dornier Do 27. Nach 13 Jahren stillstand konnte der Lycoming-GO-480-Boxermotor erstmals wieder gezündet werden. Damit geht das Projekt, welches erst in den vergangenen fünf Jahren richtig Fahrt aufgenommen hat, auf die Zielgerade. Mit diesem Schritt rückt der erneute Erstflug in greifbare Nähe. Die finalen Arbeiten umfassen den Einbau eines aktuellen Funkgeräts und Transponder sowie neuen Sitzbezügen. Danach folgt die endgültige Zulassung beim Luftfahrt-Bundesamt.

Historisch korrekt

Dornier Do 27_LC+155_Rheinländer

Die Quax-Do während ihrer Dienstzeit bei der Bundeswehr. Foto und Copyright: via Rheinländer  

 

Die QUAX-Do 27, mit der Werknummer 429, kam am 12.11.1959 zur 3. Luftrettungs- und Verbindungsstaffel nach Faßberg, Kennzeichen LC+155. Nachdem die Einheit 1964 nach Alhorn verlegt wurde, wurde das Flugzeug an das LTG 62 in Alhorn überstellt, allerdings hauptsächlich durch die BWSpFlgGr genutzt.

In dieser Zeit wurde das Flugzeug mit einer Schleppkupplung ausgerüstet und flog mit den Kennzeichen GB+901 und 57+03, bevor es 1980 die zivile Zulassung D-EMEJ bekam. Sie wurde als Schlepp- und Reiseflugzeug von Alhorn betrieben, bis sie im Jahre 2005 zur IGM-Do27 nach Wunstorf wechselte. Dort wurde sie für eine Restaurierung zerlegt, jedoch auf Eis gelegt, bis sie im April 2013 durch QUAX aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und nach Paderborn überführt wurde. Sie steht heute wieder annährend so im Hangar in Paderborn wie zu ihrer Dienstzeit. Einzige Unterschiede sind eine andere Reifengröße sowie die fehlende große Antenne auf dem Flügel. 



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