24.08.2017
Erschienen in: 08/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Abschied für eine Legende (Teil 2) Teuer im Unterhalt

IN DIESEM ARTIKEL

Dass der Unterhalt eines Flugzeugträgers nicht billig ist, zeigt ein Blick auf die letzten zehn Jahre: Nach einer Einsatzfahrt 2001 im Persischen Golf folgte eine einjährige Überholung für 191 Millionen Dollar, dann eine weitere Fahrt mit anschließendem Werftaufenthalt (200 Mio. Dollar). Danach reichte es für zwei Einsatzfahrten, bis die „Enterprise“ im April 2008 wieder in die Werft von Northrop Grumman in Newport News einlief. Dieses Mal betrugen die Kosten rund 662 Millionen Dollar, fast die Hälfte mehr. Und die Überholung dauerte sieben Monate länger als ursprünglich geplant. Im April 2010 verließ der Carrier die Anlagen wieder. Knapp eine Woche vor dem Auslaufen zur nächsten und insgesamt 21. Einsatzfahrt am 13. Januar 2011 wurde der Kapitän Owen Honors wegen einer Reihe anstößiger Videoclips im Bordprogramm abgelöst, für die er 2006 und 2007 als Commanding Officer verantwortlich war. Ihn ersetzte Dew Mewbourne, der zuvor die USS „Eisenhower“ befehligt hatte. Am 24. Mai führte eine F/A-18F der VFA-11 die 400000. Hakenlandung auf der „Big E“ durch. Diese Zahl haben bisher nur die „Lexington“, die „Independence“ und die „Kitty Hawk“ erreicht. Am 15. Juli kehrte die „Enterprise“ nach Norfolk zurück. Das CVW-1 hatte mehr als 1450 Einsätze über Afghanistan und dem Irak absolviert.

Bis zu ihrer Außerdienststellung war die „Big E“ nach dem Traditionssegelschiff USS „Constitution“ aus dem 18. Jahrhundert das älteste Schiff der US Navy im aktiven Dienst. Ob der Träger anschließend als Museum erhalten bleibt, scheint aufgrund des Nuklearantriebs und der damit verbundenen Auflagen sehr unwahrscheinlich.


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Patrick Hoeveler
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