18.11.2017
Erschienen in: 09/ 2013 FLUG REVUE

Einstieg ins JetzeitalterBritischer Bestseller: de Havilland Vampire

Vor mehr als 70 Jahren startete die Vampire zu ihrem Erstflug. Aufgrund ihrer Einfachheit ermöglichte sie vielen Ländern, in die Jet-Liga aufzusteigen. Mehr als 3300 Exemplare wurden gebaut.

Nur um knapp sechs Monate verpasste die de Havilland Vampire die Ehre, das erste britische strahlgetriebene Jagdflugzeug zu werden. Die Gloster Meteor genoss höhere Priorität und ging schon im Juli 1944 in den Kriegseinsatz. De Havilland setzte bei seiner Düsenjetpremiere auf das Triebwerk H 1A. Frank Bernard Halford hatte es in Konkurrenz zum Entwurf von Frank Whittle konstruiert. Dessen W 2 sollte die Meteor antreiben, das Triebwerk litt aber unter Zuverlässigkeitsproblemen. Daher flog das H 1A zuerst im zweiten Prototyp der Meteor. Erst am 20. September 1943 startete Geoffrey de Havilland Junior mit dem Prototyp der Vampire (Kennung LZ548/G) von der Piste in Hatfield zum Erstflug.

Da andere Flugzeuge Vorrang hatten, waren vom Beginn der detaillierten Entwick-lung bis zum Jungfernflug damals ungewöhnlich lange 16 Monate vergangen. Die Spezifikation E.6/41 hatte einen knapp 790 km/h schnellen Jet mit einer Bewaffnung von vier 20-mm-Kanonen gefordert. Pilot, Bewaffnung und Triebwerk sollten in einer kompakten Gondel untergebracht werden. Auf diese Weise wollten die Ingenieure so wenig Schub wie möglich verlieren. Lange Schubrohre hätten die ohnehin nicht besonders leistungsstarken Aggregate geschwächt. Um das Gewicht zu reduzieren, entschied sich de Havilland, in der Cockpitsektion Balsa- und Sperrholz anzuwenden. Der Rest der Zelle bestand aus Metall. Hinter dem Führerraum war die ebenfalls von de Havilland gebaute Strahlturbine Goblin 1 (Serienversion des H 1A) untergebracht. Das Höhenleitwerk fand zwischen zwei Heckauslegern Platz.


WEITER ZU SEITE 2: Premiere bei der Siegesparade über London

1 | 2 | 3 | 4 |     
Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
Patrick Hoeveler
Jetzt Fan werden! Newsletter abonnieren - Kostenlos direkt in Ihre Mailbox


Weitere interessante Inhalte
Jet-Sammlung Museum Bruntingthorpe

29.11.2017 - Auf der ehemaligen RAF-Basis Bruntingthorpe haben die Familie Walton und weitere Eigner eine interessante Sammlung an Jets aus dem Kalten Krieg zusammengestellt. Einige rollen sogar zwei Mal im Jahr … weiter

Allwetterjäger de Havilland DH 112 Sea Venom

13.11.2017 - Die doppelsitzige de Havilland DH 112 Sea Venom („Meeresgift“) war der erste trägergestützte Allwetter-Strahljäger der Royal Navy. Sie gehört zur sehr erfolgreichen Familie der markanten … weiter

Einsatz bei jedem Wetter de Havilland Sea Vixen

29.10.2017 - Als zuverlässiges und bei den Piloten beliebtes Flugzeug galt die de Havilland Sea Vixen. Ursprünglich als Allwetterjäger entwickelt, konnte sie auch als Jagdbomber oder Aufklärer eingesetzt werden. … weiter

Umfangreiche Sammlung in der Touristenregion Dänemarks Flymuseum

20.10.2017 - Auf über 7000 Quadratmetern zeigt das „fliegende“ Museum am Flugplatz Stauning 50 dänische und ausländische Flugzeuge. Unter den Exponaten sind Stücke aus dänischer Fertigung wie die KZ I, von der es … weiter

Sammlung im Hangar 8 Militärluftfahrtausstellung in Zeltweg

15.10.2017 - Auf dem Flugplatz Hinterstoisser stehen nicht nur die modernsten Anlagen für Österreichs Eurofighter, im Hangar 8 wird seit 2005 auch die Historie der Luftstreitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg … weiter


Klassiker der Luftfahrt 01/2018

Klassiker der Luftfahrt
01/2018
27.11.2017

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Heinkel He 111 als Torpedobomber
- General Dynamics F-111
- Stuka Aichi D3A "VAL"
- Piaggio P.149D
- Gefechtsbericht F4U vs. MIG-15
- Aufbruch ins Jet-Zeitalter
- Serie: Erster Weltkrieg