01.09.2016
Klassiker der Luftfahrt

Flugplatz BienenfarmEx-Luftwaffen Harvard kehrt heim

Es tut sich was in Deutschland Oldtimerszene: Am frühen Mittwochabend ist die North American T-6 / CFF Harvard in Bienenfarm bei Berlin gelandet. Die G-BUKY wurde aus Duxford nach Deutschland in das Umfeld des Quax-Vereins verkauft.

North American T-6 G-BUKY

Die G-BUKY wird zukünftig in Bienenfarm stationiert. Foto und Copyright: Quax Berlin  

 

Am 31.08.2016 konnte man ein neues Dröhnen über der Piste des kleinen Flugplatzes Bienenfarm vernehmen. Für gewöhnlich starten dort Kleinflugzeuge oder eine Stearman zu einem kurzen Flug über das Havelland. In Zukunft wird der Klang eines 9-Zylinder Pratt & Whitney-Sternmotors die Klangkulisse verbessern. Die G-BUKY wird zukünftig im Quax-Hangar bei Berlin stationiert werden. Mit dem Erwerb in Duxford sind die guten Beziehungen zwischen den Mitgliedern und Piloten und Sammlers aus Großbritannien noch weiter ausgebaut wurden. Bereits eine Klemm 35 sowie zwei Bücker wurden in den letzten Jahren von der Insel nach Deutschland geholt. Im Gegenzug verließ zu Beginn diesen Jahres eine Ryan STA den Paderborner Hangar und fliegt nun in Old Warden.

Die CFF Harvard ist keine Vereinsmaschine, sondern gehört einem Mitglied des rund 500 Mitgliedern zählenden Verbands. Der neue Eigner hält es wie viele Mitglieder mit eigenem Flieger und profitiert vom Netzwerk und dem technischen Know-how des Vereins. 

North American T-6 / Harvard G-BUKY

Ähnlich wie diese Harvard hat die G-BUKY in ihrer Zeit in Landsberg ausgesehen. Foto und Copyright: KdL Dokumentation  

 

Die G-BUKY ist in Deutschland keine Unbekannte. Zwischen 1956 und 57 flog sie bei der Flugzeugführerschule „A“ in Landsberg. Damals trug sie die Kennung AA + 068. Ihr Einsatz in der Ausbildung beschränkte sich auf Blindflugtraining, Nachtflüge und die Formationsausbildung der angehenden Piloten. Im Anschluss kam sie als BF + 063 zur "Technischen Schule der Luftwaffe 1" in Kaufbeuren. Nach ihrer Dienstzeit in Deutschland gelangte sie zur Luftwaffe Portugals und flog dort bis in die späten 1970er Jahre.

Interessant ist, dass ihre Schwestermaschine (Produktionsnummern liegen nur eine Nummer auseinander) heute im Luftwaffenmuseum in Gatow steh.t

Ende der 80er Jahre wurden die traurigen Überreste, der nur noch aus Einzelteilen bestehenden Harvard, durch Peter Monk gekauft und in den heutigen Zustand restauriert.

 

Klassiker der Luftfahrt gratuliert dem neuen Eigner zum Erwerb dieses interessanten Stücks Geschichte. 

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