10.08.2017
Erschienen in: 06/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Britischer ÜberschalljägerEnglish Electric Lightning

In den 1950er Jahren entwickelte English Electric den ersten britischen Überschalljäger, der in Serie ging. Die vom Versuchsmuster P.1 abgeleitete English Electric Lightning war zugleich der letzte Fighter Großbritanniens, der nicht in internationaler Zusammenarbeit entstand. Er blieb trotz mancher Mängel noch bis 1987 im Dienst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die neuen Strahltriebwerke rasche Fortschritte bei der Entwicklung neuer Kampfflugzeuge. Die britischen Firmen setzten dabei eher auf konservative Entwürfe, aber der erste Überschallflug der amerikanischen Bell X-1 im Oktober 1947 zeigte, dass größere Anstrengungen notwendig waren, um international mitzuhalten. Das Ministry of Supply gab daher nach Konsultationen mit der Industrie die Spezifikation E.R. 103 (Experimental Requirement) für die Entwicklung eines Überschall-Forschungsflugzeugs heraus. Neben Fairey mit seiner kleinen F.D.2 mit Deltaflügeln erhielt auch English Electric mit seiner P.1 einen Auftrag.

W. E. W. „Teddy“ Peter, der berühmte Chefkonstrukteur des Unternehmens (der auch die Canberra entwickelt hatte) beschäftigte sich bereits seit 1946 mit Konzepten für einen neuen, Mach 1.5 schnellen Überschalljäger. Der Vorschlag der Entwicklungsabteilung in Warton setzte auf dünne, extrem stark gepfeilte Flügel und ein konventionelles Höhenleitwerk, was bessere Steuerbarkeit versprach. Um die Frontfläche und damit den Widerstand klein zu halten, wurden die beiden Triebwerke im Rumpf übereinander angeordnet.


WEITER ZU SEITE 2: Zusätzlicher Testträger für Flügel- und Leitwerksform

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | ...    


Weitere interessante Inhalte
Fotodokumente Erkennungszeichen alliierter Flugzeuge während der Invasion 1944

24.01.2018 - Als Schutz gegen eine Verwechslung mit deutschen Flugzeugen trugen alliierte Maschinen während der Invasion in der Normandie im Juni 1944 weiß-schwarze Streifen. … weiter

Fotodokumente 1966: Farnborough wird international

22.01.2018 - Historische Bilder der Luftfahrtschau im britischen Farnborough aus dem Jahr 1966 — die 25. Ausgabe der Traditionsmesse war zudem ein Debüt: Zum ersten Mal präsentierten sich auch ausländische … weiter

Der letzte Musketier V-Bomber Handley Page Victor

13.01.2018 - Die ungewöhnliche Handley Page Victor flog als letzter der drei berühmten V-Bomber der Royal Air Force. Sie beendete ihre Karriere als Nuklearwaffenträger und später als Tanker erst im Jahr 1993. … weiter

Erster britischer Atombomber Vickers Valiant

10.01.2018 - In den 1950er Jahren rüstete auch die Royal Air Force ihre strategische Bomberflotte auf Jetmuster um. Als schnelle Zwischenlösung bis zur Verfügbarkeit der fortschrittlichen Vulcan und Victor wurde … weiter

Vom Trägerflugzeug zum Stolz der Royal Air Force Blackburn Buccaneer: Der Freibeuter

06.01.2018 - Fast 35 Jahre flog die Buccaneer für die britischen Streitkräfte. Ursprünglich als Trägerflugzeug für Tiefflugangriffe konzipiert, beendete der robuste Marinebomber seine Karriere bei der Royal Air … weiter


Klassiker der Luftfahrt 02/2018

Klassiker der Luftfahrt
02/2018
08.01.2018

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Amerika-Bomber Me 264
- Selbstopferangriffe: Yokosuka MXY-7
- Lockheed Vega
- Grumman Albatross
- Starfighter fliegt in Norwegen
- Reno Air Race
- Gefechtsbericht Hawker Fury