15.11.2016
Klassiker der Luftfahrt

Boeing B-29 SuperfortressDer Doktor fliegt

Seit knapp vier Monaten ist die zweite weltweit flugfähige B-29 Superfortress nun schon wieder in der Luft. Die "Doc" wird seitdem regelmäßig geflogen und die Verantwortlichen sind sehr zufrieden. In einer der kommenden Ausgaben des Klassikers lesen Sie die ganze Geschichte.

Boeing B-29 Superfortress Doc_Lyle

"Doc" perfekt in Szene gesetzt von Fotograf Lyle Jansma. Foto und Copyright: Lyle Jansma  

 

Es war ein großer Tag für die vielen Hundert Freiwilligen als "Doc" sich nach über 60 Jahren am 17. Juli wieder in die Luft erhob. Ein Medienereignis, welches weltweit per Live-Stream mitverfolgt werden konnte. Der erste Flug dauerte nur knapp 20 Minuten, doch die Begeisterung war groß, als sich das Bugrad entlastete und die mächtige B-29 die Nase in den Himmel hob. Initiator des Projekts, Tony Mazzolini, war erleichtert und überglücklich darüber, dass er das Projekt nach 29 Jahren, vielen Unwägbarkeiten und Rückschlägen abschließen konnte.

Gerettet von der Schießbahn

Boeing B-29 Superfortress Doc_Lyle_Jansma

Abdrehen von der Fotomaschine. Foto und Copyright: Lyle Jansma  

 

Mazzolini war es, der Doc vor 18 Jahren auf der China Lake Schießbahn geborgen hatte und die Restaurierung anfing. Damit er den Bomber bergen durfte, musste er der NAVY eine restaurierte B-25 Mitchell liefern. Es dauerte sechs Jahre, bis diese, aus Venezuela stammende Zweimot übergeben werden konnte und dann begann das Abenteur Superfortress. 

Über Stock und Stein wurde der malade Riese in Richtung Inyokern in Kalifornien geschleppt, um dort für die nächsten Jahre zu stehen. Die Planung dieser 38Meilen langen Reise dauerte ganze sechs Monate. Grund dafür war, dass Umweltauflagen erfüllt werden mussten. 

Leider gab es am neuen Standort keine ausreichend großen Hangars und so musste "Doc" weiterhin unter freien Himmel stehen. Eine Situation, die den Gesamtzustand nicht unbedingt besser machte. Mazzolini kam in den folgenden Jahren mit dem damaligen Boeing Vize-Präsidenten Jeff Turner ins Gespräch, der ihm anbot die Maschine doch nach Wichita zu bringen. Dort gäbe es ausreichend Platz und Helfer, die mitarbeiten könnten. Durch die großzügige Spende, von 100.000 Dollar, eines Unterstützer konnte der Transport organisiert werden und die Reise nach Wichita beginnen. Dort war die B-29 übrigens 45 Jahre zuvor vom Band gelaufen. 

Wie es mit Doc weitergeht, welche weiteren Hindernisse die Helfer noch überwinden mussten, lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben des Klassiker der Luftfahrt. 

Inzwischen fliegt die Crew regelmäßig auf der Viermot und es wurden schon einige ausgedehnte Flüge über die Weiten der USA gemacht. Die exklusiven Fotoflüge sind bisher noch rar, doch Klassiker der Luftfahrt hat spektakuläre Aufnahmen des freien Mitarbeiters Lyle Jansma bekommen und wird auch diese in den großen "Doc-Reportage" präsentieren. 

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