19.01.2017
Klassiker der Luftfahrt

National Museum of the United States Air Force"Memphis Belle" bald für die Öffentlichkeit zugänglich

Einer der bekanntesten Bomber des Zweiten Weltkriegs wird im nächsten Jahr wieder für die Öffentlichkeit ausgestellt. Die "Memphis Belle" wird am 17. Mai 2018, 75 Jahre nach ihrem letzten Einsatz über Deutschland, im US Air Force Museum in Dayton ausgestellt.

B-17_Memphis Belle_(USAF)_18 (JPG)

Die originale "Memphis Belle" wird auf die Ausstellung vorbereitet. Foto und Copyright: USAF Dayton  

 

Weltweit bekannt geworden ist die B-17 Flying Fortress "Memphis Belle" durch den gleichnamigen Hollywoodfilm von 1990. Die Geschichte des Bombers wird darin detailliert und doch etwas filmtauglich aufgehübscht dargestellt. Grundlage für den Film bot eine Dokumentation von William Wyler, der die Besatzung auf einer ihrer Missionen begleitete. Dabei handelte es sich jedoch nicht wie im Film dargestellt um den 25. und letzten Einsatz der Crew. 

Die echte "Memphis Belle" flog zwischen 1942 und 1943 25 Einsätze gegen Ziele in Frankreich und Deutschland und kam nach ihrem letzten Einsatz am 19. Mai 1943, auf eine Motorfabrik in Kiel, zurück in die USA. Dort begann eine Werbetour für Kriegsanleihen quer durch die Vereinigten Staaten. 

Zum Kriegsende erwarb die Stadt Memphis die Maschine für 350 US-Dollar und überführte sie im Juli 1946 nach Memphis. Von 1949 bis 1987 war sie dort unter freiem Himmel ausgestellt. Da sich der Zustand durch Wettereinflüsse und Vandalismus zunehmend verschlechterte, wurde das Flugzeug durch die ortsansässige Memphis Belle Memorial Association ab 1987 in einem überdachten, jedoch an den Seiten offenen Pavillon auf der Insel Mud Island im Mississippi River ausgestellt.

Seit Oktober 2005 befindet sich die Maschine im National Museum of the United States Air Force auf der Wright-Patterson Air Force Base in Dayton. Dort war sie bisher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Inzwischen hat die Restaurierung begonnen und wird pünktlich zum 75. Jahrestag der letzten Mission abgeschlossen. Dann wird die Maschine in einer feierlichen Zeremonie in die großartige Ausstellung des Museum übergeben und zukünftig für die Besucher zugänglich sein. 

Der Eintritt in das Museum der US Air Force ist kostenfrei und immer einen Besuch wert.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
Prinzing


Weitere interessante Inhalte
Fotodokumente Vom Entwurf zum Produkt – Flugzeuge im Vergleich

13.04.2018 - Möglichst spektakulär wollen die Illustrationen die neuen Projekte ihrer Firmen darstellen. Oft unterscheiden sich die Bilder dann deutlich vom fertigen Produkt, weil die Detailkonstruktion andere … weiter

Niederlage gegen Europa US-Überschallverkehrsflugzeuge

12.04.2018 - Vor 50 Jahren scheiterte das prestigeträchtige SST-Projekt der USA, das eigentlich die Concorde und die Tupolew Tu-144 übertreffen und eine neue Ära im Luftverkehr einläuten sollte. … weiter

Jäger und Bomber Top 10: Die meistgebauten US-Kampfflugzeuge des Zweiten Weltkriegs

12.04.2018 - Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor rüsteten die US-Luftstreitkräfte mit enormer Kraftanstrengung auf. Welches die meistgebauten Kampfflugzeuge der USA im Zweiten Weltkrieg waren verrät … weiter

Boeing 314 Atlantik-Königin

12.04.2018 - Vor dem Zweiten Weltkrieg verbreiteten Boeings Flugboote Glamour und Luxus auf den sehr exklusiven Linienflügen über den Atlantik. Der Krieg verhinderte die zivile Karriere der Boeing 314 Clipper. … weiter

Bei den Marines erfolgreich Boeing Vertol CH-46 Sea Knight

10.04.2018 - Die CH-46 Sea Knight stand immer im Schatten der noch größeren CH-47 Chinook. Doch auch der kleinere Tandemrotor-Hubschrauber von Boeing Vertol war erfolgreich: bei den US Marines, der US Navy und als … weiter


Klassiker der Luftfahrt 04/2018

Klassiker der Luftfahrt
04/2018
09.04.2018

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- 100. Todestag: Manfred von Richthofen
- Hitler Attentat: An Bord mit von Stauffenberg
- Kanadisches Fliegerass George Beurling
- Grumman FM-2 Wildcat
- Spitfire PR XI