07.02.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bücker-Jungmann-NachbauB & F liefert die ersten Fk 131 Jungmann

Zum Jahresbeginn hat B & F die ersten Fk-131 ausgeliefert. Den Nachbau der Bücker Bü 131 Jungmann bietet das Unternehmen aus Speyer als flugfertiges Ultraleichtflugzeug, als Bausatz und ebenfalls flugfertig als Light Sport Aircraft (LSA) an.

An mangelnder Nachfrage leidet die sehr gelungene Neuauflage des berühmten Doppeldeckers nicht. „Die Produktion der Fk 131 ist bis ins nächste Jahr hinein ausverkauft“, sagt B & F-Chef Peter. Beim Start des Projekts Bücker-Nachbau im Jahr 2012 hatte er nur eine Kleinserie von etwa einem Dutzend Flugzeugen geplant. Doch inzwischen ist klar, dass erheblich mehr der Flugzeuge aufgelegt werden. Kürzlich hatte B & F auch noch die Namensrechte für die Bücker erworben.

Die Fk 131 basiert auf der ersten Jungmann-Version Bü 131 A aus dem Jahr 1934. Äußerlich gleicht sie dem Ausgangsmuster fast bis aufs Haar. Unter der Motorhaube arbeitet jedoch anstelle des Hirth HM 60 (80 PS) des Originals ein Walter Micron IIIC mit identischer Leistung. Seit 1999 hat die tschechische Firma Parma Technik die Fertigung des luftgekühlten Reihen-Vierzylinders übernommen. Konzeptionell ähnlich dem Hirth, ist der Walter-Motor jedoch etwas leichter. In der Folge ist die Rumpfnase des Nachbaus aus Schwerpunktsgründen wenige Zentimenter länger als die der Bü 131 A ausgefallen. Weitere strukturelle Änderungen, verstecken sich für den Betrachter unsichtbar unter der Bespannung.

B & F bietet die Fk 131 in verschiedenen Versionen an. Das flugfertige UL fliegt mit 475 kg maximaler Flugmasse. Die Bausatzversion für die Zulassung als Experimental darf mit 520 kg MTOW in die Luft gehen. Während Kunstflug mit ULs nicht erlaubt ist, darf das Experimental auch im Kunstflug eingesetzt werden, da die Fk 131 die entsprechenden Vorschriften nach CS23 erfüllt. Für den Export ist eine LSA-Version im Angebot. Das flugfertige UL kostet rund 80000 Euro. Der recht günstige Preis resultiert aus der Kooperation von B & F mit der tschechischen Podesva Air, die die Fk 131 für B & F produziert.



Weitere interessante Inhalte
Hansa-Brandenburg C1 Ein Schmetterling für Ernst Piëch

21.09.2018 - Es begann mit dem Kauf eines alten Flugmotors – Und endete mit dem Nachbau eines ganzen flugzeugs. Die Geschichte hinter dem Motor und welche Rolle Ferdinand Porsche dabei spielte. … weiter

Gabelschwanzteufel Lockheed P-38 Lightning

21.09.2018 - Von den 10 037 gebauten Lockheed P-38 Lightning hat nur ein halbes Dutzend bis heute flugfähig überlebt. Dabei wurden kurz nach dem Krieg flugfähige P-38 schon für unter 1500 Dollar verkauft. … weiter

Dornier Museum Friedrichshafen Landshut-Projektteam nimmt Arbeit auf

20.09.2018 - Die beiden ersten Mitarbeiter des Projektteams, das in den kommenden Jahren für die Erstellung und Umsetzung der Ausstellung rund um die „Landshut“ verantwortlich sein wird, haben am 18. September … weiter

Supermarine Spitfire Flug um die Welt mit der "Silver Spitfire"

20.09.2018 - Im kommenden Sommer wird eine sorgfältig restaurierte Spitfire in einem einzigartigen Silberchrom-Look in London zu einer Weltumrundung starten. Dabei wird der 1943 gebaute Jäger in mehreren Monaten … weiter

Mauerbrecher Bell X-1: Mit Raketenkraft durch die Schallmauer

20.09.2018 - Das Raketenflugzeug Bell X-l, ausschließlich auf theoretischer Grundlage entwickelt, zerstörte den Mythos von der für Flugzeuge "unpassierbaren" Schallmauer. Zugleich begründete sie die bis heute … weiter


Klassiker der Luftfahrt 07/2018

Klassiker der Luftfahrt
07/2018
27.08.2018

Abonnements
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Cessna 145: Die älteste Cessna Europas
- Deutsche Flugzeug-Werke: Die überschweren Bomber
- Erster Turboprop: Vickers Viscount
- CIA gegen Doppeldecker
- Alleskönner Aichi B7A