04.08.2016
Klassiker der Luftfahrt

Curtiss P-40MGrand Champion Warbird WW-II Award

Das penibel restaurierte Flugzeug ist der ganze Stolz von Paul Redlich und vom Restaurationsteam des Tri-State Warbird Museums in Batavia, Ohio. Für die Mühe erhielt es einen Preis in Oshkosh.

Curtiss P-40M Tri-State Warbird Museum

Nach langer Zeit fertig restauriert und dafür mit dem Grand Champion Warbird WW-II Award in Oshkosh ausgezeichnet: Die Curtiss P-40M des Tri-State Warbird Museum. Foto und Copyright: Philipp Prinzing  

 

Die Curtiss P-40M Kittyhawk war während des zweiten Weltkriegs in Neuseeland stationiert und trug bei der Royal New Zealand Air Force die Kennnummer NZ3119. Eine Motorpanne bedeutete für die Restauratoren noch mehr Arbeit, aber das Endergebnis überzeugte die Jury.

Vor über zehn Jahren hatte Redlichs Team von der Kittyhawk erfahren. Sie war in den 1960ern auf einem Schrottplatz entdeckt worden, der einteilige Flügel war hinter dem Fahrwerk abgesägt und der Allison-Motor am Motorträger abgetrennt. Classic Wings, ein Ableger von Classic Aircraft Sales Ltd  begann eine Restauration. Das Museum kaufte das teilrestaurierte Flugzeug und verfrachtete sie in die USA, wo die Restauration ab 2006 weiterlief. Im Februar 2011 flog sie, wobei eine Pleuelstange das Gehäuse des Allison durchlöcherte. Die Notlandung  verursachte noch mehr Schaden, aber das Team machte sich beharrlich an die Arbeit.

Die Detailversessenheit zeigt sich schon daran, dass das Team tausende „Reed-Prince Pearson“-Schrauben herstellen ließ, nachdem keine originalen mehr aufzutreiben waren. Mike Durkee, einer der Techniker des Museums, verweist auf die Propellerblätter. Sie tragen die originalen Abzeichen von vor 70 Jahren. Wo keine Originale zu bekommen waren, wurde nachgefertigt, damit es so aussieht wie von Curtiss 1943 hergestellt. Die Armaturentafel und die Cockpitverkleidung sind so gehalten wie früher, mit funktionierenden historischen Funkgeräten. Ein Zugeständnis an die Moderne ist ein kleiner Transponder, der an der rechten Cockpitseite versteckt ist. Das Auge stört sich nicht an Bildschirmen oder modernem Equipment.

Obwohl die .50-Kaliber Maschinengewehre nur Repliken sind, klicken die Spulen bei Betätigung des Abzugs. Moderne isolierte Kabel durchziehen das Flugzeug, aber die Restauratoren fanden ein Unternehmen, die historische farbcodierte Baumwollisolation für das historische Erscheinungsbild anbietet. Da bei der neuseeländischen Luftwaffe profillose Reifen verwendet wurden und es solche heute nicht mehr gibt, hat das Team die Reifen selbst abgeschliffen.

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O. Schenk
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