14.12.2017
Klassiker der Luftfahrt

Air-to-Air-FotografieAuf Tuchfühlung mit den fliegenden Legenden

Wie entstehen eigentlich die Luftbilder, die in jeder Ausgabe des Klassiker der Luftfahrt zu finden sind? Der amerikanische Filmer Erik Johnston hat den Fotoflug mit der Grumman Albatross begleitet und wir geben einen kurzen Einblick in die Arbeit der Air-to-Air-Fotografen.

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Panorama: Aus dem Heckstand der B-25 Mitchell kann man die besten Head-On-Shots umsetzen. Foto und Copyright: Uwe Glaser  

 

Wie entstehen eigentlich Luftaufnahmen? Wir bringen etwas Licht ins Dunkel. Air to Air heißt nichts anderes als Luft zu Luft. Im Kontext Aufnahmen, die während eines Fluges in der Luft entstehen.

Um hier gute Ergebnisse zu erzielen, bedarf es einiger Grundregeln die zu beachten sind.

Am Anfang steht immer eine Idee für ein Foto oder eine Filmsequenz. Die gilt es dann umzusetzen.

Dies geschieht in der Regel in einem Briefing, an dem alle Beteiligten teilnehmen müssen. Dort werden dann die Ideen für Bilder getauscht, Lufträume, Flugabläufe, Funk Frequenzen, ggf. Handsignale und letztlich auch Notfall Procedere festgelegt für den Fall, dass etwas nicht nach Plan abläuft. Im nächsten Schritt ist es wichtig Luftfahrzeuge zu haben, die kompatibel sind, was Geschwindigkeiten angeht und Piloten, die mit dem Formationsflug vertraut sind. Denn das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Essential Crew Only

Für das Fotoflugzeug (in dem der Fotograf sitzt) heißt das "essential crew only". Hat man zum Beispiel eine Do 27 sitzt dort nur der Pilot (im Bedarfsfall noch ein Co Pilot, der als Luftraumbeobachter dient) und der Fotograf. Bei Filmaufnahmen noch ggf. ein Assistent.  Mehrere Fotografen oder Fluggäste in der Fotomaschine stellen ein klares Sicherheitsrisiko dar, da hier ein unweigerlich ein Interessenkonflikt entsteht und im Notfall jede Person an Bord eine zu viel ist. Ganz zu schweigen von versicherungstechnischen Bedingungen. Sicherheitsausrüstung wie Gurtzeug bzw. Fallschirme sind Pflicht bei engem Formationsflug!

Ist man dann einmal in der Luft, müssen das Fotoflugzeug und das oder die zu fotografierenden Flugzeuge zusammengeführt werden. Möglichst an dem Ort, der den idealen Platz für den Hintergrund darstellt. 

Dann beginnt der vorher fliegerisch festgelegte Ablauf, in dem der Fotograf im Spiel mit Licht und Schatten die Fotos macht. Sind nun idealerweise die Bilder entstanden, die man haben wollte, wird die Formation aufgelöst und man kehrt geordnet wieder an den Ausgangspunkt (Flugplatz) zurück. Nach der Landung steht das debriefing an, indem Kritik zum Ablauf des Fluges geübt wird. Ein wichtiges Element um kontinuierlich besser und effizienter zu werden in einem Umfeld, das sehr Kostenintensiv ist.

 

Einen bewegten Einblick in einen der Fotoflüge in diesem Jahr erhalten Sie im Video von Erik Johnston, der Amerikaner betreibt einen der aktivsten Youtube-Kanäle im Bereicht historische Luftfahrt und war beim Flug mit der Albatross mit an Bord. 



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