12.05.2017
Erschienen in: 02/ 2015 Klassiker der Luftfahrt

WiderstandskämpferBloch MB 152

Kein Geringerer als Frankreichs legendärer Flugzeugkonstrukteur Marcel Bloch, der später unter seinem Resistance-Decknamen Marcel „Dassault“ und als Vater der Mirage weltberühmt werden sollte, produzierte kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine Reihe einsitziger Propeller-Abfangjäger, von denen die MB 152 schließlich am erfolgreichsten sein sollte.

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Die Geschichte des Projekts begann schon 1934, als das französische Luftfahrtministerium die Ausschreibung für ein neues Jagdflugzeug für die Armée de l’Air herausgab. Zuvor hatte Frankreich seine einst hochmoderne Luftbewaffnung seit dem Ende des Ersten Weltkriegs stark vernachlässigt. Neben der Morane 405, der Dewoitine D.513, der Loire 250 und der Nieuport 161 ging auch eine Bloch 150 aus dieser Ausschreibung hervor. Konstruiert hatte den einsitzigen Tiefdecker mit  dem 14-Zylinder-Doppelsternmotor Gnôme-Rhône 14Kfs (930 PS) Blochs technischer Leiter Maurice Roussel. Bewaffnet war der Jäger mit zwei Hispano-Suiza-Bordkanonen in den Flügeln. Am 17. Juli 1936 versuchte der Prototyp MB 150-01 den Erstflug, doch er schaffte es nicht, abzuheben. Die konkurrierende Morane-Saulnier 405 gewann unterdessen den Wettbewerb. Erst am 29. September 1937 gelang der verbesserten MB 150-1M mit vergrößerten Tragflächen, Messier-Fahrwerk und Gnôme-Rhône-14N07-Motor (900 PS) der erfolgreiche Jungfernflug. Die MB 150 erreichte noch vor Jahresende 1937 Geschwindigkeiten von 430 km/h. Neben einem vergrößerten Ölkühler erhielt sie im Verlauf der Flugerprobung einen noch stärkeren Gnôme-Rhône-14N21-Doppelsternmotor (1030 PS) und leicht vergrößerte Ruderflächen. 

Unterdessen benötigte Frankreich wegen des drohenden Krieges mit höchster Dringlichkeit binnen Jahresfrist 1000 moderne Jäger. Da man in dieser kurzen Zeit bestenfalls 285 Morane-Saulnier MS 406 produzieren konnte, erging der Auftrag des Luftfahrtministeriums, auch die noch unfertige MB 150 weiterzuentwickeln. Schon Anfang 1938 wurden 25 Vorserienflugzeuge bestellt. Doch die nun entstandene MB 151 mit Gnôme-Rhône 14N11 (870 PS), Erstflug 18. August 1938, litt unter schwer zu beherrschenden Ölkühlermängeln und Stabilitätsproblemen um die Nickachse. Außerdem erwies sich der Jäger als kompliziert zu produzieren.


WEITER ZU SEITE 2: Neben der MB 151 entstand die MB 152

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Sebastian Steinke
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