14.12.2015
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 51/2015Grumman FM-2 Wildcat

Für den Sprung vom Doppeldecker zum modernen Trägerflugzeug sorgte bei Grumman die Wildcat. Sie war der erste Vertreter der legendären "Katzen-Familie" des amerikanischen Herstellers. Die Wildcat gehörte in den verschiedenen Versionen zu den erfolgreichsten Jagdflugzeugen der USA während des Pazifikkriegs.

Grumman FM-2 Wildcat

Grumman FM-2 Wildcat zusammen mit der Vought F4U-7 Corsair der Erickson Aircraft Collection. Foto und Copyright: Greg Morehead  

 

Im Herbst 1935 begann man in den USA mit der Planung eines Nachfolgers für die überholten Doppeldeckerjäger des US Navy. Bei Grumman Aircraft Engineering befasste man sich daraufhin mit der Entwicklung des Modells G-16. Dabei handelte es sich noch um einen Doppeldecker der lediglich mit einem stärkeren Wright-Cyclone-Sternmotor ausgerüstet wurde. Die Ingenieure bemerkten jedoch schnell, dass der Entwurf die gewünschten Erwartungen nicht erfüllen würde. So entschied das Team rund um Leroy Grumman, nach der Erlaubnis der Marine, den Typ zu überarbeiten und legte ein neues Design vor. Diesmal war es ein Eindecker. Der Bauauftrag für einen Prototypen erfolgte 1936. Am 2. September des folgenden Jahres erhob sich die Maschine zum ersten Mal in die Luft. Die Serienproduktion der Wildcat startete im Januar 1940. Bis 1945 wurden insgesamt 7722 Exemplare gebaut. 

Bei der Wildcat auf dem Bild handelt es sich um die der Erickson Aircraft Collection.

Vor 70 Jahren wurde der bullige Einsitzer,  an die US Navy übergeben. Es handelt sich um die Version FM-2. Ausgestattet ist sie mit einem Wright R-1820-56 Motor. Bereits bei der Übernahme durch die Navy wurde die Wildkatze auf der Naval Air Station in Tillamook eingelagert. 1946 wurde sie aus dem Inventar gestrichen und 1955 an den Wolf Point Schulbezirk in Montana verkauft. Der Preis lag bei heute unglaublichen 38,20 US Dollar. 

Später flog die Wildcat im Besitz verschiedener Halter unter anderem als Agrarflugzeug. 1991 erwarb das Museum von Jack Erickson den Jäger und restaurierte ihn wieder in flugfähigen Zustand. Heute steht er im neuen Hangar der Erickson Aircraft Collection in Madras/Oregon. 

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