10.03.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 11/2014Fouga C.M. 8.R-13 Sylphe III

In den 50er Jahren landete die französische Flugzeugschmiede Fouga mit der Magister einen Riesenerfolg. Als ein Vorgänger des berühmten Strahltrainers kann die Fouga Sylphe gelten, eine Art Motorsegler mit Strahltriebwerk.

Fouga 800 C.M. 8.R-13 Sylphe III

Die C.M. 8.R-13 Sylphe III diente Fouga vor allem dazu, Erfahrungen mit Jetantrieben zu sammeln. Foto: KL-Dokumentation  

 

Eigentlich kam Fouga aus dem Segelflugzeugbau, bevor die Magister den damals klein- bis mittelständischen Hersteller zu neuen Ufern aufbrechen ließ. Fouga, erst 1946 gegründet, war daber eine junge. Die Firmenleitung wollte jedoch mehr als reine Segelflugzeuge bauen. Sie fokussierte früh auf einen Strahltrainer. Als Vorstufe dazu entstand die Sylphe, die schon das V-Leitwerk der späteren Magister zeigt und im Januar 1952 erstmals flog. Das Flugzeug, im Grunde ein strahlgetriebener Motorsegler, bot eine gute Basis, um Erfahrungen mit der jungen Turbinentechnologie zu sammeln.

Die Sylphe III entstand in konventioneller Holzbauweise. Auf dem Rumpfrücken über dem Flügel trug sie ein Turboméca Piméné. Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h in 4000 Metern Höhe. Fouga baute die Sylphe III nicht nur zu eigenen Versuchszwecken. Tatsächlich wurde eine kleine Serie gefertigt. Daneben entstand noch eine kunstflugtaugliche Version mit auf 8,70 m verkürzter Spannweite, die Cyclope III. Doch schon im Sommer 1952 flog auch erstmals die Magister. Schon bald war kein Platz mehr für eine weitere Entwicklung der Sylphe III.

Heute ist die Idee jetgetriebener Motorsegler übrigens wieder aktuell. Einige Segelflugzeuge der jüngsten Generation nutzen modernste Kleinturbinen als Starthilfen und um thermikarme Strecken zu überbrücken.

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hm
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