12.05.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 20/2014English Electric Canberra

Noch in den 40er Jahren entwickelte English Electric die Canberrra als mittelschweren Bomber. In dieser Rolle und als hoch fliegender Aufklärer flog dieser frühe zweistrahlige Jet über viele Jahrzehnte bei den Luftstreitkräften mehrerer Länder.

Canberra Bild der Woche

Die Canberra bewährte sich seit Anfang der 50er Jahre weltweit als Bomber und Aufklärer. Foto: KL-Dokumentation  

 

Die erste Canberra startete am 13. Mai 1949 zum Jungfernflug. Sie war noch zweisitzig, die späteren Serienversionen waren überwiegend für eine dreiköpfige Besatzung ausgelegt. Ziel der Entwicklung war ein in großen Höhen operierendes Flugzeug, das radargestützt seine Bomben präzise ins Ziel bringen sollte. Zwei Jahre nach dem Erstflug erhielt die RAF ihre ersten Canberra. Sie waren damals mit zwei Rolls-Royce Avon 101 mit je 28,9 kN Schub ausgerüstet und konnten über 2700 kg Bombenlast aufnehmen.

Im Vertrauen auf ihre überlegene Leistung in großen Höhen besaßen sie zunächst noch keinerlei Abwehrbewaffnung. Spätere Serien erhielten vier 20-mm-Kanonen unter den Flügeln und konnten höhere Bombenlasten oder auch AS.30-Raketen mitführen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit im Horizontalflug von 871 km/h besaß sie knapp 1300 Kilometer Reichweite. Für einige Zeit flog die Canberra höher als jedes andere Flugzeug. Im Jahr 1957 stellte eine Canberra ein Höhenrekord von 70000 ft (21336 m) auf.

Die Canberra bewährt sich bei vielen Luftwaffen vor allem des britischen Commonwealth. In Australien wurde sie in Lizenz gebaut. Martin baute eine Lizenzversion mit Pratt & Whitney-Triebwerken, die als B-57 bei der USAF flog. Auch die Bundeswehr nutzte drei Canberra unter anderem zur Zieldarstellung und Vermessungsaufgaben. Insgesamt entstanden an den verschiedenen 1352 Caberra aller Versionen.

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hm
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