23.12.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 52/2013Vought O2U-2 Corsair

Vielen ist heute kaum bekannt, dass Vought bereits lange vor der berühmten F4U mehrere Flugzeugmuster mit dem Beinamen Corsair baute. Eines davon ist die O2U Corsair.

BdW - Vought O2U-2 Corsair

Vought O2U-2 Corsair. Foto und Copyright: Klassiker der Luftfahrt Archiv  

 

Im Jahr 1926 entwarf Vought die O2U Corsair als zweisitzigen Beobachtungsdoppeldecker für die US-Navy. Dabei griffen die Ingenieure auf Erfahrungen mit den Vought UO- und FU-Serien zurück. Bei sehr ähnlicher Grundauslegung war die Zelle der Corsair jedoch stärker ausgeführt als bei den Vorgängerinnen, um den neuen und wesentlichen stärkeren Pratt & Whitney R 1340-88 Wasp verwenden zu können. Der Neunzylinder Sternmotor leistete bis 450 PS. Einer Bestellung von zwei Prototypen folgte die Order für 130 O2U-1, die im Laufe des Jahres 1927 ausgeliefert wurden.

Die Corsair konnte mit einem starr nach vorn feuernden MG und einer Ringlafette für ein oder zwei weitere MGs am hinteren Cockpit ausgerüstet werden. Unter den Flügeln konnten zusätzlich Bomben mitgeführt werden. Neben der Hauptvariante mit festem Fahrwerk gab es auch eine Wasserflugversion mit einem zentralem Schwimmer unter dem Rumpf. Zusätzlich wurde noch 1928 ein Amphibienfahrwerk für die O2U entwickelt. Im gleichen Jahr ging die O2U-2 an den Start, die auch unser Bild der Woche zeigt. Sie besaß ein wesentlich größeres und wirksameres Seitenruder. Außerdem bekam ihr unterer Tragflügel etwas V-Form, um die Stabilität des Flugzeugs um die Längsachse zu verbessern.
Die Navy setzte die O2U Corsair bei mehreren Aufklärungsgeschwadern ein, sowohl von Landbasen als auch Flugzeugträgern wie der USS Langley aus. In der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde das Flugzeugmuster durch Einsätze gegen nicaraguanische Rebellen.

Offenbar litt die O2U Corsair unter Problemen in Sachen Flugstabilität. Dies erklärt, warum weitere Verbesserungen am Höhen- und Seitenleitwerk und die Einführung einer V-Form auch für den oberen Flügel zur Version O2U-3 führten. Ihr folgte noch die O2U-4, die sich nur durch eine geänderte Ausrüstung von der Vorgängerserie unterschied. Im Jahr 1930 lief die Produktion der O2U aus. Nach und nach wurde sie nun von der größeren und stärkeren Nachfolgerin O3U abgelöst. Auch sie trug den den Beinamen Corsair.

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hm
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