25.03.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 2013/13: Focke Wulf Fw 159Bild der Woche: Focke-Wulf Fw 159

Die Fw 159 war ein Entwurf von Rudolf Blaser, mit dem sich die Focke-Wulf-Flugzeugwerke aus Bremen an einer Ausschreibung des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) für ein einmotoriges Jagdflugzeug beteiligt hatten. Das Fahrwerk der Fw 159 bereitete aber dauernd Probleme.

BdW 0016 Fw 159 Bruch

Die Focke-Wulf Fw 159 mit dem Kennzeichen D-INGA legte am 29. Mai 1936 auf dem Flughafen Bremen eine Bruchlandung hin. Foto: Focke-Wulf, Copyright: © EADS Bremen  

 

Am 29. Mai 1936 kam die Fw 159 (Prototyp V2) mit dem Kennzeichen D-INGA von einem längeren Erprobungsflug zum Flughafen Bremen zurück. Jedoch ließ sich das Fahrwerk nicht ausfahren, da die Hydraulikpumpe versagt hatte. Alle Versuche des Piloten, das Fahrwerk auszufahren, blieben erfolglos, so dass er sich entschloss, mit nur einem ausgefahrenen Fahrwerksbein zu landen. Im Untersuchungsbericht des RLM heißt es über den Unfall: "Die bis ins Einzelne überlegte, mit geringster Fahrt durchgeführte Bruchlandung hatte nur geringe Beschädigungen der Maschine zur Folge."

Allerdings stellte sich heraus, dass der Bruch vermeidbar gewesen wäre, denn der Pilot hatte nicht gewusst, dass es eine Handpumpe gab, mit der er das Fahrwerk im Notfall hätte ausfahren können. Bei der Einweisung durch einen Focke-Wulf-Werkspiloten war dieser Punkt nicht erwähnt worden. Auch der Pilot der D-INGA erhielt einen Verweis, denn, so der Unfallbericht, er hätte sich selbst eingehender in der neuen Maschine umschauen müssen  und sich nicht auf die Einweisungen allein verlassen dürfen.

Im Wettbewerb um den Standardjäger der Luftwaffe war die Fw 159 deutlich unterlegen. Es gewann die Messerschmitt Bf 109.

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SZI/VKT


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