04.10.2013
Klassiker der Luftfahrt

Museumsverein zieht die ReißleineSchnelles Aus in Mendig

Das Projekt eines „Fliegenden Museums“ in Mendig ist gestoppt. Der Museumsverein konnte sich nicht mit dem Flugplatzeigentümer über einen langfristigen Mietvertrag für den Museumshangar einigen.

Museum Mendig Luftbild

Im vergangenen Mai stellte der Verein "Fliegendes Museum Mendig" sein Projekt noch voller Hoffnung im Rahmen eines Tages der offenen Tür an dem ehemaligen Heeresfliegerhorst vor. Foto und Copyright: Poznanski  

 

Bevor das „Fliegende Museum“ in Mendig richtig loslegen konnte, war es auch schon vorbei. Der Museumsverein hat jetzt sein Projekt endgültig aufgegeben, ein Luftfahrtmuseum an dem Flugplatz nördlich von Koblenz aufzubauen. Zwei Jahre hatte der Vereinsvorstand mit dem Flugplatzeigentümer, der TRIWO AG aus Trier, über einen Mietvertrag für den Museumshangar verhandelt. Nachdem bis jetzt keine für beide Seiten tragfähige Einigung erzielt werden konnte, fiel die Entscheidung, das Museumsprojekt zu beenden.

MS 760 in Mendig

Diese M.S. 760 Paris-Jet sollte in Mendig wieder flugtauglich gemacht werden. Foto und Copyright: Schmoll  

 

Eine stattliche Anzahl von Flugzeugen und weiteren Exponaten zur Luftfahrtgeschichte, hatten die Museumsmacher schon nach Mendig gebracht. Darunter befinden sich eine Fouga Magister, eine Morane M.S 760 Paris-Jet, eine Aeronca Champion aus dem Jahr 1938, zwei Pützer Elster und weitere Klassiker. Ein Teil wurde bereits verkauft. Für andere werden noch Käufer gesucht. Einige Exponate erhalten andere Museen. Die von den Mendigern vom ehemaligen Museum für Flugsicherheit und Rettung übernommene Sammlung wird, ebenso wie zwei Allouette-Hubschrauber und ein Nieuport-Nachbau, künftig beim Luftfahrtmuseum Wernigerode ihren Platz finden.

Aeronca in Mendig

Die Aeronca Champion steht, wie andere eigentlich für das Museum in Mendig vorgesehene Flugzeuge, jetzt zum Verkauf. Foto und Copyright: Schmoll  

 

Für die Macher des Projekts, die den Aufbau des Museums in den vergangenen Jahren engagiert vorangetrieben haben, bedeutet das Scheitern der Vertragsverhandlungen eine herbe Enttäuschung. Für den Flugplatz Mendig ist es, so ist in Fliegerkreisen jetzt oft zu hören, eine vertane Chance, den ehemaligen Heeresfliegerhorst attraktiver zu machen.




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