13.02.2014
Klassiker der Luftfahrt

Kamikaze Flugzeug beim Fleet Air Arm MuseumOhka 11 wird bald ausgestellt

Lange Zeit schlummerte eine Yokosuka MXY7 Ohka 11 im Depot des Fleet Air Arm Museums im englischen Yeovil. Jetzt soll das Kamikaze-Flugzeug restauriert und danach ausgestellt werden.

Yokosuka MXY7 Ohka 11

Die Yokosuka MXY7 Ohka 11 befindet sich noch in einem sehr guten Zustand. Die Restaurierung wird nicht allzu lange Zeit in Anspruch nehmen. Foto: Fleet Air Arm Museum  

 

Bei der Ohka 11 handelt es sich um eines von vier Fluggeräten dieses Typs, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach England gelangt waren. Die anderen drei sind verschollen. Das raketengetriebene Kamikaze-Flugzeug wurde nun erstmals seit 30 Jahren aus dem Depot des Museums geholt. Geplant ist eine Renovierung, bei der unter anderem nachträglich aufgebrachte Lackschichten entfernt werden sollen bis die originale Bemalung der Ohka 11 zutage tritt. Ziel ist, das Flugzeug in einer künftigen Sonderausstellung des Museums zum Krieg im Pazifik zu zeigen.

Die Ohka 11 wurde 1944 entwickelt. Insgesamt sollen 755 dieser Flugzeuge in zwei Werken gebaut worden sein. Nur wenige davon wurden tatsächlich eingesetzt. Trägerflugzeuge brachten sie in die Nähe amerikanischer Kriegsschiffe, denn ihre Reichweite betrug nur knapp 40 Kilometer. Im Horizontalfluggeschwindigkeit erreichte die Ohka 11 etwa 650 km/h. Nach dem Ausklinken sollten die Kamikaze-Piloten die drei Feststoff-Raketentriebwerke zünden. Im Rumpf trugen sie rund 1200 Kilogramm Sprengstoff. Die wenigen Angriffe mit Ohka 11 waren ein Fehlschlag. Nur einmal gelang es einem Kamikaze-Piloten, mit diesem Fluggerät ein US-Kriegsschiff schwer zu beschädigen. 



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