12.10.2015
Klassiker der Luftfahrt

Verkehrsmuseum DresdenFotoschau: Fliegen vor dem Ersten Weltkrieg

Das Verkehrsmuseum stellt bis April einzigartige Fotoaufnahmen aus der Sammlung des kanadischen Luftfahrtmuseums aus. Sie fangen das Zeitkolorit ein und spiegeln die Begeisterung der Menschen während der Frühzeit der Luftfahrt in Europa wider.

Flugtag vor dem Ersten Weltkrieg

In der Pionierzeit der Fliegerei waren die Vorführungen oft ein Publikumsmagnet (Foto: via Canadian Air and Space Museum).  

 

Das Zusammenspiel von etwa 150 Bildern, Objekten, Raumgestaltung und Klangkulisse schafft eine Atmosphäre, die den Besucher in die Zeit der großen Flugschauen zurückversetzt. Vom Liegestuhl oder von der Zuschauertribüne aus kann er in die Welt der fliegenden Kisten eintauchen.

In jener Zeit waren die Starts und Landungen oft wahre Volksfeste. Zigtausende pilgerten zu den Flugveranstaltungen und bewunderten das Können der waghalsigen Piloten. Städte in ganz Europa versuchten sich gegenseitig mit Flugwettbewerben zu überbieten. Unzählige Reporter berichteten in der Presse über die aeronautischen Ereignisse und von immer neuen Rekorden in Sachen Geschwindigkeit, Distanz, Flugdauer oder Höhe.

Fotoschau Verkehrsmuseum Dresden

Die Sonderschau mit Fotos aus der Frühzeit der europäischen Luftfahrt im Verkehrsmuseum Dresden läuft vom 9. Oktober 2015 bis zum 3. April 2016 (Foto: Verkehrsmuseum Dresden).  

 

Das Gros der Fotos wurde bei Flugveranstaltungen in Frankreich, der damals führenden Nation im Flugzeugbau, aufgenommen. Auf den Bildern sind bedeutende Pioniere der Luftfahrt festgehalten, wie der Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Graf Zeppelin, Henri Farman, Alberto Santos Dumont, die belgische Pilotin Hélène Dutrieu, die 1910 als erste Frau der Welt einen Passagier flog, der Italiener Mario Cobianchi, der 1911 als Erster den Turm von Pisa umflog oder der Eindeckerpilot Hellmuth Hirth, der erfolgreichste deutsche Motorflieger der Anfangsjahre und Publikumsmagnet bei Flugwettbewerben.



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