30.01.2014
Klassiker der Luftfahrt

Lufthansa-Pionierleistung vor 80 JahrenErste Luftpostverbindung über den Südatlantik

Vor 80 Jahren begann eine neue Ära im Luftpostverkehr. Am 3. Februar 1934 nahm die Lufthansa die flugplanmäßige Luftpost-Verbindung von Deutschland über den Südatlantik auf. Lufthansa bewältigte die weit über 13.000 Kilometer lange Strecke von Berlin nach Buenos Aires in sechs Tagen. Dabei kamen Flugzeuge unterschiedlichster Bauart zum Einsatz.

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Im ersten Jahr des Luftpostdienstes beförderte Lufthansa zusammen mit ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft „Syndicato Condor Ltda.“ 5.085 Kilogramm Post auf 47 Flügen. Der deutschen Industrie eröffneten sich mit dieser Verbindung ganz neue geschäftliche Perspektiven in Südamerika, einem Markt, der davor vor allem nordamerikanischen Unternehmen zugänglich war.

Bis es so weit war, leistete die Fluggesellschaft viel Pionierarbeit: Brückenköpfe mussten ausgebaut, die Etappen erkundet, Besatzungen geschult, Gesundheitsrisiken geklärt und Postkonzes-sionen ausgehandelt werden. Die Transatlantik-Überquerung erfolgte in einem perfekt organisierten Staffelflug über zahlreiche Etappen. Zuerst startete eine Heinkel He 70 mit 37,53 Kilo Post von Berlin nach Stuttgart und flog von dort weiter über Marseille nach Sevilla in Spanien. Dort übernahm eine Junkers Ju 52 die Briefpost und flog nach einer Zwischenlandung auf Las Palmas weiter nach Bathurst in British-Gambia, wo Lufthansa die Postsäcke zu einem im Hafen liegenden „schwimmenden Flugstützpunkt“ brachte. Dieser umgebaute ehemalige Frachtdampfer nahm Kurs auf Südamerika, an Bord ein Flugboot vom Typ Dornier Wal. 36 Stunden später wurde das Flugzeug per Katapult zum Flug ins brasilianische Natal gestartet. Dort wartete ein Wasser-flugzeug vom Typ Junkers W 34 auf das Flugboot mit dem Namen „Taifun“. Die W 34 war die „Schlussläuferin“ auf diesem Staffelflug, die die Postsäcke an ihre Bestimmungsorte Rio de Janeiro und Buenos Aires brachte. 


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