18.06.2012
Klassiker der Luftfahrt

Stuka entpuppt sich als Ju 88

Nach dem vorläufigen Ende der Bergung eines Bomberwracks aus der Ostsee kamen die Experten der Bundeswehr zu einer überraschenden Erkenntnis: Es handelt sich nicht, wie lange vermutet, um eine Junkers Ju 87, sondern um eine Ju 88.

Als die Bergungsarbeiten am 18. Juni wie geplant eingestellt und die bis dahin geborgenen Wrackteile gesichtet wurden, war klar: dies ist keine Ju 87. Statt eines starren Fahrwerks war nämlich ein weitaus größer dimensioniertes Einziehfahrwerk geborgen worden – höchstwahrscheinlich das einer Ju 88.

Um diese vollständig zu bergen, müsste laut Hauptmann Sebastian Bangert vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr (MHM) ein neuer Anlauf mit ganz anderem Gerät unternommen werden. Damit sei nicht vor 2013 zu rechnen.

Die neuen Erkenntnisse bringen nicht nur die Pläne des MHM durcheinander. Sie erweitern auch die Zahl der Besatzungsmitglieder, von denen vermutlich keines überlebt hat. Darauf deuten die im Wrack entdeckten menschlichen Knochen und die Reste des - folglich nicht benutzten - Schlauchbootes hin.




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