21.07.2014
Erschienen in: 08/ 2012 Klassiker der Luftfahrt

Der erste Mensch auf dem MondNeil Armstrong - Seine Spur bleibt

In den Geschichtsbüchern wird sein Name für immer stehen. Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat, gilt nicht nur in den USA als ein Held. Er selbst sah sich jedoch anders, fühlte sich bescheiden nur der Sache verpflichtet, an der Eroberung des Weltraums mitzuarbeiten.

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Der Satz ging um die Welt. „That´s one small step for a man, one giant leap for mankind“ („Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein Riesenschritt für die Menschheit“). Als Neil Armstrong mit diesen Worten am 21. Juli 1969 genau um 2:56:20 Uhr UTC als erster seinen Fuß auf den Mond setzte verfolgten Milliarden Menschen weltweit an ihren Fernsehgeräten gespannt die verwaschenen Bilder, die aus 400 000 Kilometern Entfernung vom Mond zur Erde gefunkt wurden. In Deutschland war es kurz vor vier Uhr morgens, in den USA noch die Abendstunden des 20. Juli. Wenige Stunden zuvor hatte er wieder einmal seine kühle Professionalität unter Beweis gestellt, als die Mondlandefähre Eagle auf felsigem Gelände zu landen drohte, er in letzter Minute von der automatischen auf die Handsteuerung umschaltete und das Gefährt praktisch mit dem letzten Tropfen Treibstoff auf ebenem Gelände aufsetzte. Seine Fähigkeit, auch in kritischen Situationen stets die Nerven zu behalten und seine Begeisterung für die Luftfahrt und den Kosmos waren es, die ihn letztendlich zum ersten Menschen auf dem Mond machten.

Am 5. August 1930 wird er als Sohn eines Farmers unweit von Wapakoneta, einem 8000-Einwohner-Nest im US-Bundesstaat Ohio, geboren. Früh entdeckt er seine Leidenschaft für Flugzeuge, bewundert die Agrarflieger, die die großen Felder überfliegen. Mit sechs Jahren darf er zum ersten Mal in einem kleinen Flugzeug mitfliegen, mit 16 macht er seinen Flugschein. Drei Jahre später wird er zum Marineflieger, erhält eine Ausbildung als Kampfpilot. Im Jahr darauf fliegt er Einsätze im Koreakrieg, muss sich einmal nach Beschuss mit dem Schleudersitz retten. Nach seiner Dienstzeit verlässt er die Navy und beendet ein Studium als Luftfahrtingenieur. Im Jahr 1955 geht er als (ziviler) Testpilot der NACA (später NASA) zur „High Speed Station“ auf der Edwards Air Force Base in der kalifornischen Mojave-Wüste.


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